Brake Seit drei Uhr in der Früh sind einige von ihnen schon im Einsatz, dauern könnte der Arbeitstag durchaus bis in die Nacht: Beim städtischen Bauhof in Brake gibt es dieser Tage viel zu tun. Denn damit Arbeitnehmer und Schüler auch pünktlich kommen, wird bereits am frühen Morgen in der Stadt geräumt und gestreut.

„Dass es so stark und ausdauernd schneit, damit hätten wir nicht gerechnet“, erklärt Bauhof-Leiter Hans-Georg Müller. Und so waren seine Kollegen bereits früh morgens unterwegs und haben geräumt – trotzdem gleichen am späteren Vormittag viele Straßen schon wieder Rutschbahnen voller Eis und Schneematsch. Denn es schneit einfach weiter. „Deshalb fahren wir auch gleich noch einmal raus und räumen erneut“, berichtet Müller um die Mittagszeit.

Die Mitarbeiter des Bauhofes sorgen im Stadtgebiet für geräumte Straßen und Gehwege, treffen dabei aber häufig auf Hindernisse. Denn viele Mülltonen stehen wie gewohnt an der Straße, so dass oftmals nur in Schlangenlinien gekehrt werden kann. „Unsere Bitte an alle Brakerinnen und Braker ist daher: Stellen sie derzeit nichts auf den Gehweg, dann können wir ihn leichter und schneller von Eis und Schnee befreien.“

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Wenige Unfälle

Auf die teils widrigen Straßenverhältnisse haben sich allem Anschein nach die Autofahrer eingestellt. Denn trotz der plötzlichen Schneefälle und des Temperatursturzes gibt es nur wenige Unfälle zu beklagen. „Im Januar kommt so etwas ja nicht wirklich überraschend“, erklärt Anke Rieken, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Cuxhaven/Wesermarsch: „Es ist sogar gut, dass die Glätte durch den vielen Schnee erkennbar ist. Nicht sichtbare Glätte wäre weitaus gefährlicher.“ Und so gab es in der südlichen Wesermarsch erst wenige Unfälle, bei denen es zudem meist beim Blechschäden blieb. „Die meisten Autofahrer nehmen bei dem Wetter wirklich den Fuß vom Gas. Einige kommen dann doch von der Straße ab, weil sie zum Beispiel mit etwas zu viel Schwung in eine Kurve fahren“, so Rieken weiter.

Arbeiten mit Wasser

Vorsichtig fahren müssen derzeit auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr. „Wichtig ist ja, dass alle Helfer erst einmal sicher am Unglücksort oder beim Brand ankommen. Deshalb dauert es derzeit auch schon etwas länger“, sagt Stadtbrandmeister Harald Ludwig. Vor Ort wird dann höchstens das eigene Löschwasser zum Problem: „Es ist natürlich nicht angenehm, bei Minustemperaturen mit Wasser zu arbeiten, besonders in der Nacht. Aber inzwischen haben wir so gute Schutzbekleidung, dass es durchaus auszuhalten ist.“ Auch die Versorgung der Löschfahrzeuge ist gesichert. Die Hydranten und rund 80 Löschwasserbrunnen der Stadt haben ihre Leitungen in rund einem Meter Tiefe. Dort kommt der Frost kaum hin. Lediglich in den Schläuchen könnte das Wasser gefrieren, wenn es dort zu lange steht: „Bis wir richtige Probleme bekommen, dauert es aber schon ein bisschen. Da müsste es über mehrere Tage bis Wochen auch tagsüber kälter bleiben als Minus zehn Grad.“ Doch damit rechnet Ludwig in diesem Jahr nicht mehr.

Björn Buske Redakteur / Online-Redaktion
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