REITLAND Bewegte und bewegende 80 Jahre hat die Freiwillige Feuerwehr Reitland hinter sich. Zu diesem Jubiläum gab es im Festzelt neben dem Feuerwehrhaus einen denkwürdigen Festkommers. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Frerk Basshusen konnte neben den benachbarten Feuerwehren auch eine Vielzahl an befreundeten Vereinen begrüßen.

In seiner Festansprache machte der jetzige stellvertretende Kreisbrandmeister Heiko Basshusen, der zuvor Reitlands Ortsbrandmeister und Stadlands Gemeindebrandmeister war, eine verbale Zeitreise durch die vergangenen 80 Jahre. Bereits 1908 gab es in Reitland eine Löschmannschaft, in der jeder Mann zwischen 18 und 50 Jahren Dienst tun musste. Die Ausrüstung war mit Feuerspritze, Wasserkübel, Feuerharken und Leiter für heutige Verhältnisse noch etwas spartanisch. Aber es standen auch zwei Fahrräder mit zwei Minimax-Anlagen zur Verfügung, die als erster Stoßtrupp zu den Einsätzen ausrückten.

War als erstes Gerätehaus (schon seit 1908) noch ein alter Holzschuppen an der Schule die erste Unterkunft der 1927 als III. Zug der Freiwilligen Feuerwehr Seefeld gegründeten Reitlander Ortswehr, so wurde 1953 das erste richtige Gerätehaus mit Schlauchturm mitten im Dorf gebaut. 1976 wurde die Weide nebenan von der Gemeinde gekauft und bald zum Übungsplatz hergerichtet. Im Dezember 1980 konnte hier das neue Gerätehaus feierlich eingeweiht werden.

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In den vergangenen 80 Jahren wandelten sich aber auch immer wieder die Aufgaben der Feuerwehren und immer mehr Geräte und neue Fahrzeuge wurden nötig. So gab es 1939 die erste Motorspritze, 1951 wurde ein gebrauchter Lieferwagen zum Feuerwehrauto umgebaut. Fünf Jahre später wurde mit einem Opel Blitz das erste richtige Feuerwehrauto in Reitland stationiert, immerhin mit einer Höchstgeschwindigkeit von 128 Stundenkilometer, leuchteten Basshusen Augen bei der Erinnerung an dieses Fahrzeug.

Nach 25 Jahren wurde dieses Fahrzeug durch ein neues ersetzt, das dann 2004 in Rente geschickt wurde. Zudem wurde in Eigenleistung ein Mannschaftstransportwagen hergerichtet, der 1995 durch einen neuen VW-Bus ersetzt wurde. Mit diesem Bus wird auch ein Anhänger mit Pumpe und Schläuchen zum Einsatz gefahren.

In der Gemeinde Stadland nimmt die Ortswehr Reitland auch die Strahlenmessungen für das Kernkraftwerk vor. Dafür gab es natürlich auch ein entsprechendes Fahrzeug.

Heiko Basshusen ging in seiner Ansprache auch auf einige gravierende Einsätze in der 80-jährigen Geschichte ein. So war die Feuerwehr Reitland bei der Sturmflut 1962 ebenso gefordert wie beim Absturz eines Luftwaffen-Düsenjets 1964 und der Schneekatastrophe 1979. Schwer waren für die Feuerwehrleute auch die Einsätze in den 80er-Jahren, in denen sie zu vielen schweren Verkehrsunfällen gerufen wurden. Der schlimmste Unfall ereignete sich 1987, bei dem vier junge Leute tödlich und einer schwer verletzt wurden.

Doch trotz dieser schweren Momente kam in Reitland auch das Feiern nie zu kurz, so Basshusen. So wurde immer zu Pfingsten ein großes Fest mit Ball veranstaltet. Heute gibt es statt des Balls ein Völkerballturnier. Auch das Osterfeuer in Reitland ist weithin bekannt. Basshusen Fazit lautete: Die Feuerwehr Reitland steht heute besser da, als je zuvor. Dafür gelte sein Dank auch der Gemeinde Stadland.

Ausgelassen gefeiert wurde dann auch beim Festkommers nach einem gemeinsamen Essen.

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