Hekeln Deutlich entspannter als in den Vorjahren war das Einsatzgeschehen bei der Feuerwehr Hekeln 2019. Und das war den Industriebetrieben in Ganspe zu verdanken, die offensichtlich deutlich bei ihren Brandmeldeanlagen nachgebessert hatten. Die beiden Male, die sie in den vergangenen zwölf Monaten auslösten, waren aufgrund der chemischen Reaktionen absolut berechtigt, erklärte Hagen Niekamp bei der Jahreshauptversammlung.

Ein nachts im Wasser treibender PKW vor dem Motzener Fähranleger war im letzten Januar der erste von neun Einsätzen, auf die der Ortsbrandmeister in seinem Jahresbericht zurück blickte. Der Feuerschein an der Feldmarkstraße, der im Monat danach die Retter morgens um fünf aus dem Bett holte, war zum Glück nur eine Feuertonne von Feiernden. Weitaus mehr Arbeit bescherte den Helfern da das während eines kurzen Sturmes im März herunter gewehte große Blechdach eines Dielengebäudes, das sich in einem Baum verfangen hatte.

Ende August wurden nach einem Starkregen die Kameraden in Delmenhorst unterstützt. Fast sieben Stunden waren zwölf Einsatzkräfte aus Hekeln dazu im Einsatz. Die nach einem ruhigen Sommer letzte Alarmierung am 29. November entpuppte sich schließlich als „Handarbeit“. Ein auf dem Seitenstreifen festgefahrener Rettungswagen wurde per Muskelkraft aus seiner misslichen Lage befreit.

Besonders interessant war im Sommer nach der Theorie über den Umgang mit Feuerlöschern die dazugehörige praktische Übung, bei der es endlich mal wieder Feuer zu sehen gab, wie es scherzhaft im Bericht hieß. Doch traurig war natürlich niemand darüber, dass 2019 neben den Hilfeleistungen keine realen Brände zu bekämpfen waren, die für die Betroffenen stets mit großem Leid verbunden sind.

Bürgermeister Hartmut Schierenstedt, der genau wie Fachbereichsleiter Michael Heibült und zahlreiche Ratsvertreter zu den Gästen gehörte, lobte besonders die kurze Ausrückzeit der Ortswehr, die oft drei Minuten nach der Alarmierung schon im Einsatzfahrzeug sitzt. Vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Ralf Hoyer gab es ein Lob für die Übung mit den Feuerlöschern. Der Umgang damit sei auch für Feuerwehrleute keineswegs selbstverständlich. Erfreut berichtete er von dem neuen, mit seiner Ausstattung überaus komfortablen Einsatzfahrzeug auf Kreisebene. Angesichts der Masse an Ehrenamtlichen, die sich in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren, wünschte er sich mehr Geld vom Bund in diesem Bereich.

Hagen Niekamp freute sich, Marcel Mümken und Emily Theilen nach dem Absolvieren ihrer Truppmannprüfungen zu Feuerwehrmann- und frau ernennen zu dürfen. Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp übernahm die Beförderung von Moritz Blankemeyer zum Oberfeuerwehrmann und von Gerold Imhoff zum 1. Hauptfeuerwehrmann. Diensteifrigstes Mitglied wurde Dominik Nordenholdt.

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