Lemwerder Seit 1971 ist Dieter Schnittjer Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Lemwerder. Und seit dieser Zeit genießt er die Kameradschaft, Freundschaft und das Wir-Gefühl der Organisation. Das soll auch so bleiben, wenngleich der 51-jährige passionierte Feuerwehrmann, der bis zum Jahreswechsel Ortsbrandmeister war, jetzt seinen Schwerpunkt anders setzen wird – ab April bekleidet er den ehrenamtlichen Posten des Regierungsbrandmeisters.

Den Lemwerderaner reizt an dieser Aufgabe, dass er, trotz der überwiegend administrativen Dienstanweisung des Landes Niedersachsen, viele organisatorische Aufgaben auf überregionaler Ebene beeinflussen kann. Dieter Schnittjer möchte dazu beitragen, dass die Feuerwehrausbildung den zukünftigen Anforderungen gerecht werden kann. Dabei hat für ihn die Jugendarbeit einen sehr hohen Stellenwert. Er möchte die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen intensivieren, die Vernetzung für den Katastrophenfall garantieren.

Mitgliedersicherung

Ein „schlummerndes Potenzial“ sieht Schnittjer in der Mitgliedersicherung bei gut ausgebildeten jungen Leuten, die ihre heimische Feuerwehr verlassen, weil sie an einem anderen Ort Arbeit oder einen Studienplatz gefunden haben, und dann häufig nicht mehr den Weg zu neuen Feuerwehren finden. Das müsse sich im Zeitalter des demografischen Wandels dringend ändern. Und nicht zuletzt will der zukünftige Regierungsbrandmeister, der heute seinen Posten in Lemwerder an Lars Prößler übergibt, die Öffentlichkeitsarbeit stärken. Es sei für die Gesellschaft eine unerlässliche Aufgabe, dass sich Bürger für Bürger ehrenamtlich einsetzen. „Man muss die Bürger für diese Arbeit noch mehr sensibilisieren“, meint Schnittjer.

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Dem 51-Jährigen war der Weg zur Feuerwehr vorgezeichnet. Schon Großvater und Vater gehörten ihr an. Mit zehn Jahren trat er der Jugendfeuerwehr bei, spielte im Jugendfanfaren- und Spielmannszug. „Das machte Spaß, hat die Kameradschaft gefördert. Besonders die Auftritte und die Zeltlager haben das Wir-Gefühl verstärkt“, erinnert sich Schnittjer gerne.

Faible für Ausbildung

Mit 16 Jahren trat er der aktiven Feuerwehr bei und durchlief hier alle Stufen, um ein vielseitig einsetzbarer Brandbekämpfer zu werden. Nicht nur seine eigene Ausbildung lag ihm am Herzen, auch die der anderen. Dieter Schnittjer war Ausbilder in der Gemeinde und im Kreis. „Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit sind wichtig“, sagt er.

Für Schnittjer ist die Feuerwehr ein Teil seines Lebens. Er weiß aber, dass dies ohne seine Familie nicht möglich wäre. „Die steht voll dahinter“, weiß er. Die Feuerwehr ist sein Hobby, das wird akzeptiert.

Jetzt verlagert Dieter Schnittjer seinen Arbeitsschwerpunkt, ohne aber Lemwerder aus den Augen zu verlieren. „Ich werde auch weiter vor Ort sein und jeden Einsatz mitfahren“, macht er deutlich.

Eigentlich hätte der neue Regierungsbrandmeister aus den Reihen der Kreisbrandmeister kommen sollen, meint Schnittjer. Da aber keine Lösung im diesem Kreis gefunden wurde, kam die Anfrage durch die Kreisfeuerwehrführung an ihn. Einstimmig wählten ihn die Kreisbrandmeister. „Ich weiß um die Unterstützung“, so Schnittjer.

Jetzt ist es an ihm, das Vertrauen zu rechtfertigen. Und er wird alles tun, ein gutes Bindeglied zwischen den Verantwortlichen der Kreise und denen in der Verwaltung zu sein. Denn nur dann kann er seine Vorstellungen realisieren und so die Interessen der Feuerwehr besser vertreten. Und nur darum geht es Feuerwehrmann Dieter Schnittjer.

Freitag, 4. Januar,Feuerwehr Lemwerder, 18.30 Uhr, Feuerwehrhaus; Feuerwehr Berne, 19.30 Uhr, FeuerwehrhausSonnabend, 5. Januar,Jugendfeuerwehr Hekeln, 18 Uhr, Feuerwehrhaus; Feuerwehr Hekeln, 20 Uhr, Feuerwehrhaus Sonntag, 6. Januar,Jugend- und Spielmannszug der Feuerwehren Neuenkoop/Köterende, 14.30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Neuenkoop

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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