BUTJADINGEN Das Orkantief „Emma“ hat auch der Butjadinger Küste am frühen Sonnabendabend eine Sturmflut gebracht, hier aber kaum Schäden angerichtet. Knapp zwei Meter über dem mittleren Tidehochwasser lief die Flut auf. Zum Vergleich: Bei der letzten schweren Sturmflut am 9. November 2007 waren es drei Meter gewesen.

Die neuen Betonelemente am „Friesenstrand“ in Tossens sind nach Angaben von Tourismus-Geschäftsführer Johannes Cassens nicht beschädigt worden. Allerdings ist der für die Sicherheit der Wintergäste neu angefahrene Sand im Tossenser Strandbad weggespült worden. Das lasse sich während der Sturmflutsaison eben nicht vermeiden, bilanzierte Cassens.

Ansonsten habe sich gezeigt, dass es entgegen der von Politikern geäußerten Kritik richtig gewesen sei, die alljährlich nicht auszuschließenden Winterschäden wie an der „Nordsee-Lagune“ in Burhave nicht zu früh zu reparieren, weil auch kleinere neue Fluten solche Ausbesserungen rasch zerstören können und dann Vorwürfe gemacht werden könnten, hier würden Steuergelder verschleudert.

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Deshalb habe die Touristikgesellschaft auch noch abgewartet, bevor in Tossens neuer Kleiboden eingearbeitet wird. Dies solle ebenso wie die neue Aufstellung der Gastronomie- und Sanitärcontainer am 1. April beginnen. Neue Schäden an der Lagune in Burhave seien infolge der Sturmflut vom Sonnabend nach ersten Erkenntnissen nicht eingetreten, berichtet Tourismus-Geschäftsführer Cassens weiter.

Das Wasser war am Sonnabend bis an den Rand der Lagune vorgedrungen, hatte die Lagune aber nicht wie am 9. November überflutet.

Bei Fedderwardersiel hatte es ein Fahrzeughalter offenbar nicht mehr rechtzeitig geschafft, seinen Personenwagen vor der Flut in Sicherheit zu bringen. So nahm das Auto ein Bad in der See.

Nur ein einziges Mal musste die Butjadinger Feuerwehr beim Orkantief „Emma“ ausrücken. Am Sonnabend drohte ein Baum auf den Nienser Weg zu fallen. Vorsorglich fällten Mitglieder der Feuerwehr Burhave den Baum, der sich im starken Wind sehr über die Straße neigte. Besorgte Passanten hatten gegen 13 Uhr die Feuerwehr gerufen, die mit 14 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen ausrückte.

Starke Böen und heftige Schauer herrschten Freitagabend in Butjadingen. Großes Glück im Unglück hatten am späten Freitagabend gegen 20.30 Uhr bei der Ortschaft Pumpe ein 54 Jahre alter Lastwagenfahrer aus Duisburg, der auch in Mürrwarden wohnt, und sein 15 Jahre alter Sohn, der mitgefahren war.

Auf der Landesstraße 859 zwischen Iffens und Tossens kam ihnen bei Pumpe in Richtung Tossens nach Angaben des 54-Jährigen ein Milchlastwagen entgegen und befuhr die Straße mittig, so dass der 54-Jährige zum Ausweichen gezwungen gewesen sei.

Hierdurch sei der mit Baumaterial beladene Lastwagen auf die rechtsseitige Berme und außer Kontrolle geraten. Der Lastwagen kam im Graben zum Liegen – unmittelbar vor einem Baum und kurz vor der Brücke über dem Butjadinger Zu- und Entwässerungskanal. Fahrer und Beifahrer blieben unversehrt.

Der Fahrer des Milch-LKW entfernte sich von der Unfallstelle. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 11 000 Euro. Wegen des starken Windes konnte eine Bergung des LKW zur Nachtzeit nicht erfolgen, sondern wurde auf den Sonnabend verschoben.

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