Elsfleth Deichschäfer Fred Wachsmuth hat nun Gewissheit: Den Wolfsriss hat die Forensische Genetik und Rechtsmedizin am Institut für Hämatopathologie in Hamburg bestätigt. Der 58-Jährige beklagt den Tod von vier Suffolk-Schafen.

Jeden Morgen und Abend fährt der Deichschäfer seine Herde von 100 Tieren ab, die schon auf einer Weide in Moorriem-Fuchsberg im Landkreis Wesermarsch steht. Am Montag, 12. Februar, bemerkte er, dass die Tiere total verstört in einer Ecke der Weide standen und entdeckte wenig später zunächst ein totes, angefressenes Schaf. Zwei Schafe waren im Graben ertrunken, ein viertes Schaf war angefressen, lebte aber noch. Es musste später eingeschläfert werden. Fred Wachsmuth stellte weiter fest, dass drei Tiere ihre Vorderbeine gebrochen hatten und fünf zudem Bissspuren vom Kehlgriff aufwiesen. „Ich habe die verletzten Tiere nach Haus geholt, den Tierarzt und den Wolfsberater informiert“, erzählt Fred Wachsmuth, dessen Schäferei sich in Moorhausen befindet. Weil zunächst nicht klar war, was für ein Tier hinter dem Angriff steckte, habe er zunächst den Ball flach gehalten. Jetzt sei es amtlich: Der Wolf hat auch in Moorriem zugeschlagen. „Ich wäre froh gewesen, wenn es ein Hund gewesen wäre“, merkt der Deichschäfer an. „Das ist aber leider nicht so.“

Das tote, angefressene Schaf legte Fred Wachsmuth noch einmal auf die Weide und überwachte die Stelle mit einer Kamera – drei Tage lang vergeblich. „Der Wolf tauchte nicht mehr auf“, so der 58-Jährige.

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Ein Wolf soll dann in Kuhlen gesichtet worden sein. Er ziehe wohl weiter nördlich, so die Vermutung,

Es ist mittlerweile der dritte nachgewiesene Wolfsriss in der Wesermarsch. Er habe immer davor gewarnt, sagt Fred Wachsmuth und erinnert nun die Politiker an ihr Wahlversprechen: „Die Küstenregion soll wolfsfrei bleiben.“ Er gucke nicht zu, wie die Wölfe seine Tiere abschlachteten. „Eher höre ich auf.“

War es der Wolf? Verursacher von Nutztierrissen in Niedersachsen

Anmerkung: Der NLWKN ist für die amtliche Verursacher-Feststellung bei Nutztierrissen sowie die damit verbundene Auszahlung von Billigkeitsleistungen zuständig. Der NLWKN beauftragt das Senckenberg Forschungsinstitut mit dem Monitoring und gibt diese Ergebnisse offiziell bekannt. Die Ergebnisse von durch andere Institute durchgeführte Untersuchungen finden daher keinen Eingang in diese Karte.

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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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