Elsfleth Der Brandgeruch nimmt zu, je näher man dem Wohnhaus „Am Liener Hörn“ in Elsfleth kommt. Teile des Dachstuhls sind abgedeckt, wie ein Gerippe zeichnet sich das schwarz verkohlte Holz des Ständerwerks vor dem grauen Himmel ab. Geborstene Dachziegel liegen vor dem Mehrfamilienhaus herum. An der Eingangstür klebt ein gelber Zettel: „Amtlich versiegelt durch das Polizeikommissariat Brake. Wer dieses Siegel unbefugt beschädigt, ablöst oder unkenntlich macht, macht sich strafbar“, ist zu lesen. Das Haus ist versiegelt. Und es ist nach dem Brand zurzeit unbewohnt.

Am Samstagmorgen um 3.26 Uhr waren die Freiwilligen Feuerwehren Elsfleth, Neuenfelde und Sandfeld mit dem Einsatzstichwort „Gebäudebrand groß“ in die Straße „Am Liener Hörn“ alarmiert worden. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, hätten alle Bewohner sowie zwei Hunde das Haus bereits verlassen gehabt, berichtet Stefan Wilken, Stadtpressewart der Feuerwehr Elsfleth. Im zweiten Obergeschoss brannte eine Wohnung in voller Ausdehnung. Flammen schlugen aus dem Fenster.

Eile war geboten. Umgehend wurden die erforderlichen Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet. Vier Trupps gingen unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen vor. Der Brand sei zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits so weit fortgeschritten gewesen, dass eine Ausdehnung auf den Dachstuhl nicht mehr verhindert werden konnte, so Stefan Wilken.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das Feuer breitete sich schnell aus. Nachdem das Dach durchgebrannt war, wurden die Löscharbeiten von außen über die Drehleiter aus Brake vorgenommen. Sie war laut Stefan Wilken bereits beim Einsatzbeginn nachalarmiert worden.

.

Um 8 Uhr am Samstag erfolgte die Meldung „Feuer aus“. Die am frühen Morgen gelegten Schlauchleitungen wurden zurückgebaut. Nacheinander rückten die verschiedenen Einsatzkräfte von der Einsatzstelle ab. Die Ortsfeuerwehr Elsfleth blieb noch bis 11.30 Uhr vor Ort. Die Einsatzstelle wurde noch auf eventuelle Glutnester kontrolliert. Im Einsatz für die Feuerwehren waren nach Stefan Wilkens Worten 59 Einsatzkräfte mit neun Einsatzfahrzeugen.

Die Polizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen. Als die erste Funkstreifenbesatzung beim Mehrfamilienhaus (fünf Wohnungen, davon vier bewohnt) eintraf, hätten die Dachgeschoßwohnung und der Dachstuhl bereits in Vollbrand gestanden, heißt es im Polizeibericht.

Wie die Beamten weiter mitteilt, beträgt der Schaden am Gebäude nach ersten Schätzungen etwa 300 000 Euro. Das Mehrfamilienhaus sei unbewohnbar und beschlagnahmt worden. Die Bewohner kämen bei Verwandten beziehungsweise Bekannten unter. Personen seien nicht verletzt worden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.