Ganspe „Ich konnte es nicht fassen, was ich auf meinem neuen Pieper las. Brand im Vereinsheim des TuS Warfleth stand dort“, berichtete das Hekelner Feuerwehrmitglied Inge Niekamp, wie entsetzt sie zunächst angesichts dieser Meldung war. Statt den sonnigen Feierabend zu genießen, ließ sie, als die Sirenen am Montagabend um 18.50 Uhr losheulten, alles stehen und liegen, um genau wie 34 weitere Feuerwehrkameraden des Zugverbands Warfleth- Hekeln zum vermeintlichen Unglücksort auszurücken.

„Aus ungeklärter Ursache ist es im Aufenthaltsraum zu einem Brandausbruch gekommen, eine unbekannte Anzahl Personen befindet sich noch im Gebäude. Eine besondere Gefahr stellt die Gasheizung dar“, lautete das Szenario, das der Warflether Ortsbrandmeister Ulf Drogi, sein Stellvertreter Herbert Meyer und zwei Sportgruppen des TuS Warfleth erarbeitet hatte.

Während die meisten Mitglieder der Power-Yoga-Gruppe und der Gymnastikgruppe sich bereits aus eigener Kraft in Sicherheit gebracht hatten, stellte sich ein Teil der Sportler als Opfer zur Verfügung. „So etwas möchte ich niemals in Wirklichkeit erleben. Bei dem dichten Qualm habe ich sofort völlig die Orientierung verloren. Gut, dass das kein echter Rauch war“, berichtete eine der „geretteten“ Sportlerinnen. „Es ist ein furchtbares und beklemmendes Gefühl. Man liegt hilflos am Boden, sieht nichts und hört dabei nur die Geräusche der Atemmasken“, schilderte der TuS- Vorsitzende Werner Harwarth seine „Bergung“.

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Drogi beobachtete bei der unangekündigten Einsatzübung das Vorgehen der Kameraden mit einer geliehenen Wärmebildkamera. Mit der Kette, die die Atemschutzträger dabei bildeten, um den Raum systematisch zu durchkämmen, war er sehr zufrieden. „Geradezu ein Bilderbucheinsatz war das“, lobte auch Herbert Meyer.

Bewährt habe sich die regelmäßige Begehung von Gebäuden, bei der sich die Feuerwehr immer wieder mit verschiedenen Räumlichkeiten ihres Einsatzbereichs vertraut machte, war das Fazit.

Allerdings sei das Parkverhalten einiger Bürger verbesserungswürdig. Nur mit Mühe habe man sich mit den Feuerwehrfahrzeugen den Weg zur „brennenden“ Halle bahnen können. Die Feuerwehr appelliert darum an die Bevölkerung, unbedingt beim Abstellen von Fahrzeugen auf das Offenhalten von Rettungswegen zu achten, denn im Ernstfall zählt jede Minute.

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