Stollhamm Sprunghaft angestiegen sind im vergangenen Jahr die Alarmierungszahlen der Freiwilligen Feuerwehr Stollhamm. Das berichtet Ortsbrandmeister Gerhard Hennicke während der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim am Sportplatz. Wurden die Stollhammer Brandschützer in 2015 „nur“ 23-mal alarmiert, so mussten sie 2016 zu 38 Einsätzen ausrückten.

Dabei handelte es sich um elf Brände, zehn technische Hilfeleistungen, vier Wasserrettungen, vier Einsatzübungen und neun Fehlalarme. Gleich in sieben Fällen brannten in Stollhamm Abfallbehälter oder Altkleidercontainer. Die technischen Hilfeleistungen spiegeln die Bandbreite der Feuerwehrarbeit wieder: Es mussten Tiere aus Gewässer gerettet, umgestürzte Bäume und Ölspuren beseitigt sowie eingeklemmte Insassen aus verunglückte Fahrzeuge befreit werden.

Besonders in Erinnerung wird den Feuerwehrleuten das Unfalldrama in Langwarden mit sechs Verletzten und zwei Toten bleiben. Aber auch der stundenlange Einsatz im Kutterhafen Fedderwardersiel, bei dem nach einer erneuten Havarie des Krabbenkutters „Orion“ Ölsperren im Hafen gesetzt werden mussten, sorgte lange für Gesprächsstoff.

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Ausgerichtet wurden auch wieder das traditionelle Maibaumsetzen mit anschließendem Maitanz sowie zwei Blutspendetermine. Zudem unterstützte die Ortswehr bei zahlreichen Veranstaltungen, wie beispielsweise die Goetz­wanderung des Turnvereins, die Tierschau oder das Laternenlaufen des Kindergartens, die örtlichen Vereine. Insgesamt wurden 3433 Stunden ehrenamtlich erbracht.

Zu einem freudigen Ereignis kam es am 16. Juni, als die Ortsfeuerwehr einen neuen Mannschaftstransportwagen als Ersatz für das 30 Jahre alte Fahrzeug erhielt. Insgesamt sei die Feuerwehr Stollhamm sehr gut ausgestattet, derzeit fehle es laut Gerhard Hennicke aber noch an Ausrüstungsgegenständen für den neuen Aufgabenbereich „Wasserrettung“. Einen entsprechenden Antrag überreichte er Bürgermeisterin Ina Korter.

Die bedankte sich bei den Brandschützern für ihr Engagement. Ina Korter hält es für wichtig, dass die Feuerwehren der Gemeinde gut ausgestattet sind, das habe die Gemeinde mit der Beschaffung des neuen Mannschafttransportwagens unterstrichen.

Gemeindebrandmeister Frank Linneweber bescheinigt der Feuerwehr Stollhamm eine gute Zusammenarbeit. Er berichtet, dass man für den Bereich der Wasserrettung Gespräche mit der DLRG geführt habe, um ein gemeinsames Vorgehen zu vereinbaren, damit solche Einsätze künftig noch besser ablaufen können.

Kreisbrandmeister Heiko Basshusen stellt fest, dass es in Stollhamm eine sehr aktive Feuerwehr gibt. Es sei wichtig, Feuerwehren mit modernem Gerät auszustatten, damit sie vor Ort auch in den schwierigsten Situationen helfen können. Insbesondere hydraulische Rettungsgeräte, die zum Befreien von Personen nach Verkehrsunfällen eingesetzt werden, müssten auf einem modernen Stand sein, damit Rettungskräfte bei neuen Fahrzeugtypen überhaupt eine Chance haben, schnelle Rettungsmaßnahmen vornehmen zu können.

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