NORDENHAM Auf dem Hof des Polizeikommissariats herrscht am Dienstagnachmittag Hochbetrieb. In einer langen Schlange stehen dort viele Radfahrer, die ihr Gefährt codieren lassen wollten.

„Die Resonanz in der Bevölkerung ist nicht immer so positiv. Zur letzten Codierungsaktion im April sind nur wenige Leute gekommen“, sagt Kommissar Edwin Krüger. Der Präventionssachbearbeiter bietet den Nordenhamern in unregelmäßigen Abständen die Möglichkeit, ihre Fahrräder codieren zu lassen. „In Zukunft möchte ich die Aktion regelmäßiger anbieten. Der nächste Termin ist für den 29. August angesetzt“, plant der Kommissar.

In der Fahrradcodierung sieht er zwei Vorteile: Zum einen sei das Rad durch den Code definitiv seinem Eigentümer zuzuordnen, und zum anderen stelle die Codierung eine Abschreckung für Diebe dar. Inwiefern sich diese Maßnahme allerdings tatsächlich auf die Diebstahl-Statistik auswirkt, ist nicht bekannt. „Darüber streiten sich die Gelehrten“, sagt Edwin Krüger.

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Die Möglichkeit zur Codierung ihres Rades nehmen nach seiner Erfahrung nahezu alle Altersklassen wahr. Vor allem achteten jedoch Eltern darauf, die Fahrräder ihrer Kinder zu sichern, da Kinderräder besonders häufig gestohlen würden.

Der Code setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: dem Ortskennzeichen BRA, der Ziffer 7 für Nordenham, einer Kennziffer für die Straße, in der der Fahrradeigentümer wohnt, der Hausnummer sowie den Initialen des Besitzers. Alle Codierungen werden bei der Polizei hinterlegt.

„Die Fahrradeigentümer sollten sich den Code zusätzlich für ihre Versicherungsunterlagen aufschreiben“, rät der Präventionssachbearbeiter. Die Polizei bietet die Aktion kostenlos an, bittet jedoch um Spenden, die der Verkehrswacht zugutekommen.

„Ich lasse mein Fahrrad codieren, um sicher vor einem Diebstahl zu sein“, sagt Elfriede Leerhoff, die gemeinsam mit ihrem Mann zum Polizeikommissariat gefahren war. „Diese Aktion nutze ich zum ersten Mal, weil ich jetzt ein wirklich gutes Rad habe“, sagt sie.

Auch Wilhelm Wulff ist in Begleitung seiner Frau hergekommen, um sein Fahrrad schützen zu lassen. „Mir ist schon einmal ein Rad gestohlen worden, man hat es nie gefunden“, erzählt der Rentner, der früher stets zur Arbeit geradelt ist. Inzwischen nutzt er sein Fahrrad für gemütliche Ausflüge.

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