Butjadingen Eine Wattwanderung ist faszinierend und schön. Sie birgt aber auch große Gefahren, wenn man sich falsch verhält. Darauf weist die DLRG hin, nachdem die Lebensretter jüngst zu gleich zwei Einsätzen im Watt ausrücken mussten, die schlimm hätten ausgehen können.

Wie Markus Felske, Pressewart der DLRG-Ortsgruppe Butjadingen, am Donnerstag mitteilte, hatten die Einsatzkräfte am vergangenen Sonntag gerade ihre letzten Boote von der Absicherung der Krabbenkutter-Regatta wieder abgezogen, als sie gegen 18.30 Uhr von der Leitstelle in Oldenburg alarmiert wurden. Die DLRG erhielt die Information, dass sich im Watt zwischen Burhave und Bremerhaven zwei Kinder oder Jugendliche befänden, die mit dem Fernglas kaum noch auszumachen seien und sich offenbar immer weiter Richtung Bremerhaven bewegten.

Die Einsatzkräfte rückten daraufhin mit zwei Rettungsbooten und zwei Fahrzeugen aus und trafen auf zwei Jugendlichen, die sich bereits selbstständig wieder auf den Rückweg gemacht hatten.

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Weitaus kritischer sei eine Situation am Montagabend vor dem Friesenstrand in Tossens gewesen, so Markus Felske. Gegen 21.30 Uhr bemerkte ein Nationalpark-Wattführer, dass sich zwei Personen zwischen Tossens und Wilhelmshaven im Watt aufhielten. Sie liefen in Richtung Wilhelmshaven. Angesichts der hereinbrechenden Dunkelheit und des bald auflaufenden Wassers informierte der Wattführer die DLRG.

Da zu dem Zeitpunkt der Rettungshubschrauber Christoph 26 nicht zur Verfügung stand, machten sich ein Wasserretter und der Wattführer auf den Weg zu den Wanderern. Sie trafen einen Vater mit seinem neunjährigen Sohn circa vier Kilometer vom Festland entfernt am sogenannten alten Fundament an. Diese Stelle gilt als besonders gefährlich, da hier drei Priele aufeinander treffen.

Die beiden Wattwanderer wurden sicher zurück aufs Festland gebracht. Der Mann sei sich der Gefahr, in die er sich und seinen Sohn gebracht hatte, gar nicht bewusst gewesen, so die DLRG.

Die Gefahren, die das Wattenmeer berge, sollten auf keinen Fall unterschätzt werden, warnt die DLRG. Sie rät generell zu Wattwanderungen mit ausgebildeten Nationalpark-Führern, die unter anderem ab Eckwarderhörne und Tossens möglich seien.

Folgende weitere Tipps gibt die DLRG:  Niemals alleine ins offene Watt gehen.  Immer in der Nähe des Festlands bleiben.  Auf keinen Fall bei auflaufendem Wasser eine Wattwanderung antreten; günstigster Startzeitpunkt ist circa zwei Stunden vor Niedrigwasser.  Niemals bei Dunkelheit, Dämmerung, Sturm, Nebel oder Gewitter ins Watt gehen.  Ausreichend Zeit für den Rückweg einplanen.  Vorsicht vor Prielen – sie laufen mit der Flut als erstes voll Wasser und haben eine starke Strömung; daher nach Niedrigwasser nie einen Priel zwischen sich und dem Festland lassen.

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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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