Berne Eine Kommandostimme, die manch jungem Kameraden Angst einflößte, zeichnet ihn aus. „So ein Stimmvolumen war besonders bei der Wettkampftruppe von Vorteil, denn nachzufragen traute sich keiner“, scherzte der stellvertretende Kreisbrandmeister Hartmut Schieren­stedt in der Laudatio für seinen Feuerwehrkameraden Uwe Gille. Am 25. April war es genau 40 Jahre her, dass der Hauptlöschmeister in die Ortswehr Berne eintrat. Im frisch renovierten Feuerwehrhaus wurde dieses Jubiläum am Freitagabend in großer Runde gefeiert.

Uwe Gille erlebte kurz vor seinem 16. Geburtstag noch die letzten Tage des alten Berner Feuerwehrhauses in der Weserstraße mit und konnte 1977 die restlichen Bauarbeiten des damals neuen Gebäudes am Bahnhof handwerklich begleiten.

Mit einem Vater, der als Gruppenführer engagiert und einem Bruder, der als letztes Mitglied in die damalige Berner Jugendfeuerwehr eingetreten war, kam Uwe Gille nicht um dieses Ehrenamt herum, hieß es weiter. Ganz besonders wurde Gilles fehlende Scheu gelobt, wenn es bei Schlamm, Dreck oder Feuer anzupacken hieß. Als Dachdecker war er während seiner aktiven Feuerwehrzeit auch zu riskanten Einsätzen bereit und engagierte sich als Trupp- und Gruppenführer, erinnerte sich Schierenstedt, der genau ein Jahr vor Uwe Gille in die Berner Ortswehr eingetreten war, gerne an die gemeinsame Zeit. Aber auch privat brachte Gille die Mitgliedschaft in der Feuerwehr Glück. Er verliebte sich in die Tochter von Ortsbrandmeister Borchers, mit der bis heute glücklich verheiratet zusammenlebt.

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Vom Grund- über den Truppführer-, Motorsägen-, Maschinisten- bis hin zum Atemschutzlehrgang reichte die lange Liste von Fortbildungen, die Gille absolvierte. Den Sprechfunkerlehrgang hätte er eigentlich gar nicht gebraucht, scherzte Ortsbrandmeister Stefan Krings in Anspielung auf das Stimmvolumen des Kameraden, der sich 2006 aus gesundheitlichen Gründen in die Altersabteilung versetzen ließ.

Aus der Berner Feuerwehr auszutreten war hingegen nie eine Option für den 56-Jährigen – weder nach dem Umzug ins benachbarte Elsfleth noch nachdem es ihn und seine Familie ins noch weiter entfernte Ovelgönne verschlug. Obwohl er immer weiter weg gezogen sei, ist er Berne stets treu geblieben, dankte Bürgermeister Franz Bittner Gille mit dem Ehrenteller der Gemeinde für den jahrzehntelangen Einsatz. Von Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp, der genauso wie sein Stellvertreter Herbert Meyer oder Fachbereichsleiter Michael Heibült zu den Gästen gehörte, gab es eine Urkunde und das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes.

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