BUTJADINGEN /WADDENS „Meine Damen und Herren der CDU, das Maß ist voll, wir lasssen uns nicht mit Steinen bewerfen.“

Das sagte Butjadingens Gemeindebrandmeister Wilfried Welp Donnerstagabend gegenüber dem Gemeinderat im „Butjenter“ in Waddens. Etwa 60 Bürger waren als Zuhörer zur Ratssitzung gekommen – überwiegend Feuerwehrleute, die mit ihrer Anwesenheit den Erklärungen des Gemeindebrandmeisters Nachdruck verleihen wollten. Der Rat hatte zuvor einstimmig bei Enthaltungen aus der CDU-Fraktion eine Sitzungsunterbrechung beschlossen, um Welp Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben.

Dabei ging es um den von der CDU-Fraktion eingereichten 26-Fragen-Katalog bezüglich des Unfalls des Löschgruppenfahrzeugs der Burhaver Feuerwehr.

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In einer von Gemeindebrandmeister Welp der Presse übergebenen Stellungnahme der Butjadinger Feuerwehr heißt es unter anderem wörtlich: „Für uns steht fest, dass nach dieser Attacke das Vertrauen in den Gemeinderat endgültig Schaden genommen hat. Dieser neuerliche Angriff auf die Feuerwehr Butjadingen ist nur ein Punkt in einer leider viel zu langen Vorwurf-Kette der Vergangenheit. Exemplarisch sei hier noch einmal die Auseinandersetzung um einen neuen Gerätewagen genannt. Derartige Entgleisungen von Ratsmitgliedern wie nun geschehen sind für uns nicht weiter hinnehmbar.“

Es ist laut Feuerwehr beschämend, dass im CDU-Fragenkatalog nicht nach verletzten Feuerwehrleuten gefragt wird. „Anscheinend ist ein Schaden an Blech für die Fragensteller schwerwiegender als Schaden an der Gesundheit ehrenamtlich Tätiger.“

Frage nach Brandschutz

Weiter kritisiert die Wehr, dass auch nicht qualifiziert nach der Sicherstellung des Brandschutzes gefragt wird. Vor allem der Brandschutz in Waddens könne aber zurzeit nur durch die Löschhilfe der Feuerwehr Schweewarden sichergestellt werden. Die Anmarschzeit der weiteren Fahrzeuge aus Butjadingen sei zu lang. Gleiches gelte für Burhave. Die Feuerwehr wörtlich: „Das derzeitige Konstrukt in Absprache mit dem Stadtbrandmeister Nordenham ist nur als Übergangslösung zu betrachten, bis die Feuerwehr Burhave wieder voll ausgerüstet ist.“

Das Verhalten einiger Ratsmitglieder nach dem Unfall ist nach Meinung der Butjadinger Feuerwehr „ein Schlag ins Gesicht aller ehrenamtlichen Kameraden“.

Wörtlich weiter: „Bisher hat die Feuerwehr Butjadingen öffentlich immer zu allen Anfeindungen geschwiegen. Dies ist nun vorbei. Es wurde von Einzelnen eine Grenze überschritten, so dass uns kein anderer Weg bleibt. Künftig werden wir uns gegen derartige Vorstöße gegen die Feuerwehr absichern und entsprechend reagieren. Es sollte allen Beteiligten klar sein, dass sie nicht auf Kosten der Feuerwehr Schlagzeilen machen können.“

Angesichts der Finanzlage der Gemeinde haben die Wehren, so erklären sie, in der Vergangenheit viele Kompromisse und Dinge hingenommen, die nicht mit Vorschriften vereinbar seien. Wörtlich weiter: „Diese Punkte werden wir nach dem aktuellen Angriff einzelner Ratsmitglieder künftig aufzeigen und benennen, um nicht Gefahr zu laufen, von eben diesen Ratsmitgliedern anschließend belehrt oder sogar verklagt zu werden. Immerhin tragen wir die Verantwortung für den Brandschutz in Butjadingen und für unsere Kameraden.“

Ehrlichkeit gefordert

Gemeindebrandmeister Welp forderte den CDU-Vorsitzenden Meent Bruncken auf, ehrlich zu sein und sich „nicht nach vorne zu bedanken bei der Feuerwehr und nach hinten mit Steinen zu werfen. Sagen Sie einfach, dass sie übers Ziel geschossen haben und dass Sie sich entschuldigen wollen.“

(Siehe weiteren Bericht.)

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Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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