Brake Räuber stellen sich nicht vor. Sie klopfen auch nicht an. Hin wieder treten sie jedoch geradewegs durch eine geöffnete Eingangstür ins Haus. Diese Einladung lassen sie sich selten entgehen, um Beute zu machen. So etwas nennt man bei der Polizei „Einschleichdiebstahl“.

Im vergangenen Jahr gab es mehrere dieser Delikte in Brake. Gelegenheit macht Diebe: „Die wissen, was sie machen“, sagt Thomas Diekena. Die meisten Einschleichdiebstähle und Einbrüche finden nach den Worten des Polizeibeamten tagsüber zwischen 16 und 20 Uhr statt. „Der Täter fällt dann nicht so auf. Er versteckt sich in der Anonymität.“ Der Braker Polizeibeamte warnt: Offenstehende Haus-, Keller- und Terrassentüren nutzen Diebe schamlos aus, um sich in ein Haus oder eine Wohnung zu schleichen und dort gezielt nach Schmuck, Bargeld und anderen Wertgegenständen zu suchen.

Wer die Geldbörse in der Küche ablegt und seinen Schmuck im Schlafzimmer hütet, ist ein leichtes Opfer. Laut Polizei dürften die Diebe ihre Beute binnen weniger Minuten machen. Bis in den November hätten sich Beamte mit solchen Fällen befassen müssen. „Es gibt aber so gut wie keine Übereinstimmung der Fälle“, sagt Karin Uhmeier. Sie leitet den Kriminal- und Ermittlungsdienst (KED) beim Polizeikommissariat Brake. Täterbeschreibungen seien meist unterschiedlich.

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Oft sind die Geschädigten bei der Tat zu Hause: sie arbeiten im Garten, werkeln im Keller oder in der Garage. „Gerade diese Unaufmerksamkeiten werden von den geübten Dieben sehr schnell erkannt und ausgenutzt“, so Jürgen Zimmer. Wenn nach den Worten des Präventionsbeauftragten der Polizei Dieb und Anwohner aufeinanderträfen, würde meist das Bitten um Wasser oder um eine Auskunft als Grund für die Anwesenheit angegeben.

Neben den Einschleichdiebstählen gibt es raffinierte Methoden, um ins Haus zu gelangen. Karin Uhmeier betont, dass es sich oft um Einzeltäter handelt. Im Frühjahr beispielsweise gaben sich Täter als Mitarbeiter des Wasserwerks aus, die den Wasserzähler ablesen wollten. Aber auch als Duo sei man unterwegs: „Eine Person lenkt ab“, sagt sie. Die andere suche nach Beute – meistens erfolgreich. Auch falsche Polizeibeamte gab es. „Polizeibeamte fragen nicht nach Geld und Kontonummer oder Geheimzahl“, merkt Jürgen Zimmer an. Die Polizei nehme auch kein Geld oder Wertsachen zur Sicherheit an sich. „So verhält sich ein Polizist nicht“, macht er deutlich. Wer wertvolle Schmuckgegenstände besitzt, sollte sie fotografieren und für die Versicherung von einem Juwelier schätzen lassen, rät Jürgen Zimmer.

Wer Opfer eines Einbruchs ist, sei am Boden zerstört, so Thomas Diekena. Oft bleiben die Täter unerkannt, obwohl die Polizei ermittelt. Die Spurensuche schließt auch eine Befragung der Nachbarn ein, die wichtige Details beobachtet haben könnten. Die Einbruchszahlen in der Wesermarsch sind nach seinen Worten rückläufig, die Einbruchsversuche jedoch gestiegen. 115 Einbrüche waren es im zurückliegenden Jahr, davon 45 Einbruchsversuche.

Wie also kann man sich schützen? Die Türen sollten verschlossen sein, der Schlüssel dürfte nicht im Schloss stecken. Eine mechanische Außenabsicherung sei ein guter Schutz vor Einbrüchen, sagt Jürgen Zimmer. Obenauf kämen dann eine Alarmanlage und Kameras. Ungebetene Gäste sollte das abschrecken.

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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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