Brake Das Tempolimit von 30 km/h für Lkw ab 7,5 Tonnen hat sich nicht bewährt auf der Weserstraße zwischen Einmündung Rosenburgring und Berliner Straße. Zu diesem Ergebnis kommt Holger König von der Stadtverwaltung. Vom 25. Mai bis zum 24. August war auf dem Teilstück die Geschwindigkeit gemessen worden. Mehr als 80 Prozent der Lastwagen und Sattelzüge hielten sich nach seinen Worten nicht ans Tempolimit, einige der Lkw-Fahrer waren auch deutlich schneller als 50 km/h unterwegs.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung des Stadtrates am Donnerstagabend erläuterte Holger König die Ergebnisse der Testphase. Den Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung für Lkw hatte die CDU/Ising-Gruppe im März gestellt. Die Weserstraße sei eine Hauptverkehrsachse für den Seehafen Brake und werde von einer erheblichen Anzahl von Lastwagen frequentiert. Zudem sei insbesondere der Kreuzungsbereich Weserstraße/Golzwarder Straße und die Weserstraße ab Gaststätte „Zur Rosenburg“ Schulweg für die Schüler der Grundschule Boitwarden. Eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für Lastwagen auf 30 km/h wäre zudem ein positives Signal an die Anwohner, die „sich in ihrem subjektiven Sicherheitsgefühl beeinträchtigt fühlten“, hieß es in dem Antrag.

Nach der Auswertung der Messergebnisse steht nun fest, dass sich die Autos und die Lkw – mehr oder weniger – an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h halten. Ignoriert wurden die zusätzlich aufgestellten Hinweise für Lkw. „Ob das 30er Schild da steht oder nicht, macht keinen Unterschied“, betonte Holger König.

Mit einem Seitenradar, das die Stadtverwaltung aufstellen ließ, war in beide Richtungen gemessen worden. Rund 130 000 Fahrzeuge wurden erfasst. Anschließend wertete man die ermittelten Daten von täglich 2320 Autos für die statistische Erhebung aus.

Während jetzt an Tempo 50 festgehalten wird, soll der Bereich Weserstraße/Berliner Straße im Verlauf der abknickenden Vorfahrt entschärft werden. Die Spur für Linksabbieger, die auf der Berliner Straße aus Richtung Hafen kommen, wird gesperrt. Der Linksabbiegerverkehr sei ja sehr gering, sagte Holger König. Nach seinen Worten ist ebenfalls geplant, eine Verkehrsinsel zu installieren, damit die Lkw ihr Tempo verringern müssen und Fußgänger nicht gefährdet werden. „Die Ampel am Bahnwärterhäuschen hätte nie sein dürfen“, so Holger König, der auf eine Verlegung der Fußgängerampel hinwies.

Um die Geschwindigkeit auf einer Hauptverkehrsstraße begrenzen zu können, müsse eine besondere Begründung vorliegen. Eine besondere Gefahrenlage sei nicht vorhanden, hieß es.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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