Brake Der „fliegende Holländer“ war es zwar nicht, der am Samstagmorgen nach Brake unterwegs war. Merkwürdig schien es den Mitarbeitern der Verkehrszentrale „Bremen-Hunte-Traffic“ aber doch schon zu sein, was sich da auf Hunte und Weser zutrug. Sie hatten so etwas wie ein Geisterschiff ausgemacht.

Daher wurden die Beamten der Wasserschutzpolizei Brake zu einem deutschen Binnenmotorschiff geschickt, dessen Besatzung es versäumt hatte, regelmäßig die Position an die Verkehrszentrale zu melden.

Die Crew des 85 Meter langen Binnenschiffes war der Meldepflicht nicht nachgekommen. Mehr noch: Die Verkehrszentrale teilte der Wasserschutzpolizei mit, dass die Besatzung bei der Kommunikation mit den nautischen Behörden kaum der deutschen und englischen Sprache mächtig war.

Das Binnenschiff hatte am Samstag bereits in Brake festgemacht, als die Wasserschutzpolizei an Bord kam. Die rumänische Besatzung bestand nach Polizeiangaben aus einem Schiffsführer und einem Steuermann. Die Anzahl an Besatzungsmitgliedern entspreche bei einem Schiff dieser Größe den Bestimmungen, so die Polizei. Als die Beamten allerdings das Befähigungszeugnis des Schiffsführers überprüften, machten sie eine überraschende Feststellung: Das Patent für eine Seeschifffahrtsstraße war nicht ausreichend. Gegen den Schiffsführer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Und weil dem Eigner bekannt war, dass sein Schiffsführer nicht im Besitz eines gültigen Patents war und ihn dennoch mit der Fahrt nach Brake beauftragte, wurde auch gegen ihn ein solches Verfahren eingeleitet.

Solange kein befähigtes Besatzungsmitglied an Bord ist, darf das Binnenmotorschiff den Braker Hafen nicht verlassen. Wie die Wasserschutzpolizei am Sonntag auf Nachfrage mitteilte, wird das Schiff auf jeden Fall noch bis Montagmittag in Brake festliegen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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