Brake Wer sich für die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr entscheidet, der weiß, dass es eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen ist. Die ehrenamtliche Tätigkeit lässt sich nicht mit einer anderen vergleichen.

Der Dienst in der Feuerwehr ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch stets mit Gefahren für Leib und Leben verbunden. Hinzu kommt die ständige Bereitschaft und die Gewissheit, dass ein Einsatz an jedem Tag zu jeder Zeit erfolgen kann.

Eine Gelegenheit um einen Einblick über die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen zu bekommen, stellen die Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt dar.

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Die Ortswehr Hafenstraße hatte am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung geladen. Mit rund 60 Mitgliedern und Gästen wurde das Jahr 2019 in den Räumlichkeiten in der Heinestraße bilanziert und ein Ausblick auf 2020 geworfen. Zudem standen Beförderungen und Ehrungen auf der Agenda.

Stehende Ovationen gab es für den Ortsbrandmeister Hartmut Görries. Die Feuerwehrleute der Einheit Hafenstraße bedankten sich für dessen langjähriges Engagement. Hartmut Görries führte die Ortswehr über zwei Jahre, zuvor war er 20 Jahre lang stellvertretender Ortsbrandmeister. Die Leitung der Ortswehr gibt er nun ab – als aktiver Feuerwehrmann bleibt er „seiner Einheit“ aber erhalten. Im März wird ein Nachfolger benannt.

Als Dankeschön gab es von den Feuerwehrleuten einen Präsentkorb. Kreisbrandmeister Heiko Basshusen überreichte Hartmut Görries außerdem die silberne Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes. Bereits 2018 wurde der Ortsbrandmeister für seine 40-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet. Im gleichen Jahr hatte Hartmut Görries das Amt des Ortsbrandmeisters übernommen, nachdem sein Vorgänger Bernd Kempendorf zum Stadtbrandmeister berufen wurde.

Die Bilanz für das Jahr 2019 zeigte: Die ehrenamtlichen Mitglieder der Ortsfeuerwehr haben rund 10 500 Stunden Dienst für die Allgemeinheit geleistet. Insgesamt mussten die Feuerwehrmänner und -frauen 109 Einsätze bewerkstelligen. Dabei gleichte kein Einsatz dem anderen. Neben der Brandbekämpfung, etwa beim Dachstuhlbrand der Golzwarder Kirche, waren die Feuerwehrleute als Helfer bei Unfällen und bei diversen technischen Hilfeleistungen im Einsatz.

Für die professionelle Hilfe und den Dienst für die Allgemeinheit gab es Dank und lobende Worte von Bürgermeister Michael Kurz (SPD). Er sprach allen Engagierten den „allergrößten Respekt für die geleistete Arbeit“ aus. Gleichzeitig kritisierte er das Verhalten von einigen Mitbürgern, die gegenüber den Hilfskräften zunehmend beleidigend auftreten und sogar deren Arbeit behindern würden. Vorfälle dieser Art würden nach Bekanntwerden mit allen zur Verfügung stehenden Mittel geahndet, kündigte Kurz an.

Die Grundlage für das professionelle Abarbeiten von Einsätzen stelle eine gute Ausbildung dar. Das Ausbildungskonzept der Ortsfeuerwehr Hafenstraße habe sich bewährt. Zudem sei es aber auch notwendig, dass die Feuerwehr mit entsprechendem Material ausgerüstet ist oder zukünftig ausgerüstet wird. Die Materialerhaltung und Beschaffung sei eine permanente Aufgabe.

Hätten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hafenstraße mehrere Wünsche frei, dann stünden ein neues Wechselladerfahrzeug, ein neues Pritschenfahrzeug und eine direkte Anbindung der Ortsfeuerwehr zur Bundesstraße 212 ganz oben auf dem Wunschzettel.

Auch Beförderungen waren Teil der Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr wurden Justin Siedler (Feuerwehrmann), Niklas Krummacker (Feuerwehrmann), Christoph Bielefeld (Hauptfeuerwehrmann), Nico Hoppe (Hauptfeuerwehrmann), Kevin Kaarz (Löschmeister) und Nick Kempendorf (Löschmeister) befördert.

Viele, die in der Freiwilligen Feuerwehr ihren Dienst tun, sind über die Jugendfeuerwehr zum ersten Mal in Berührung mit dem Löschwesen gekommen. Die Jugendarbeit ist somit äußerst wichtig. Aktuell sind 16 junge Menschen in der Ortswehr Hafenstraße aktiv. Die Jugendarbeit wird in der Stadt in den kommenden Monaten allerdings umstrukturiert. So wird es zukünftig nur noch eine gemeinsame „Jugendfeuerwehr Brake“ geben. Interessierte sind jederzeit herzlich eingeladen, bei der Jugendfeuerwehr vorbeizuschauen – und natürlich mitzumachen.

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