Motzen Entsetzen bei den Mitgliedern des WSV Motzen: Mit weithin hörbaren Knall explodierte am späten Freitagabend ein Sportboot im Motzener Jachthafen. Dabei wurden ein Vereinsmitglied und ein Freund des Mitglieds schwer verletzt. Die 28 und 42 Jahre alten Männer sollen dabei gewesen sein, das Boot zu betreten.

Um 22.53 Uhr ging der Alarm bei den Feuerwehren Warfleth und Hekeln ein, die wenig später mit 27 Einsatzkräften am Unglücksort neben dem Fähranleger eintrafen. Ein Segelboot stand dort in hellen Flammen. Während einer der beiden schwer verletzten und unter Schock stehenden Bootsinsassen sich noch aus eigenen Kräften den Steg hinauf bis vor das verschlossene Tor des Anlegers schleppen konnte, musste der zweite Mann mit schwersten Verbrennungen von Ersthelfern aus dem Wasser geborgen werden.

Der Warflether Ortsbrandmeister Ulf Drogi gab den Befehl zum Aufbrechen eines Tores zur Fassmer-Werft, um zu dem Verunglückten am Ufer zu gelangen und orderte sofort einen Rettungshubschrauber. Nachdem beide Opfer von den Sanitätern und Notärzten für den Transport stabilisiert worden waren, ging es für einen Mann aus Ermangelung eines geeigneten Landeplatzes zunächst ins Krankenhaus Bremen-Nord, wo ein Rettungshubschrauber wartete und ihn in eine Spezialklinik flog. Der zweite Mann wurde in eine Oldenburger Klinik gebracht. Auch er soll mittlerweile in einer Spezialklinik liegen.

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Nach der Bergung der Verletzten zog die Feuerwehr nach einem gezielten Löschangriff das zu sinken drohende Kunststoffboot vom Anleger weg. Die benachbarten Schiffe blieben so unversehrt. „Zum Glück herrschte Windstille, so dass die Hitze nach oben stieg. Das neue LF 10 hat sich bei seinem dritten Einsatz bewährt, denn so konnten wir während der Fahrt den Atemschutz anlegen“, erklärte Einsatzleiter Ulf Drogi.

Die zur Unterstützung angeforderte Berner Ortswehr rückte mit 14 Einsatzkräften sowie einem Schlauchboot an und legte eine Ölsperre um das gesicherte Wrack. Rund zwei Stunden später konnte die abgesicherte Unglücksstelle mit der völlig ausgebrannten Segeljolle zur Untersuchung des bislang ungeklärten Unglückshergangs an die Polizei übergeben werden.

Eine Gasexplosion schließt der Pressewart des WSV, Ingo Wenke, als Unglücksursache aus, da keine Gasflasche an Bord gewesen sei.

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