Altenesch Ein lauter Knall erschreckte Martin Rethorn und viele Altenescher im Dezember 1991. Dachschindeln flogen durch die Luft. Der Schornstein eines Reetdachhauses war in Brand geraten. Rethorn beobachtete beeindruckt, wie die Feuerwehr mit geübten Handgriffen das Feuer schnell in den Griff bekam und so das komplette Gebäude inklusive Dach rettete.

Wenige Wochen später wurde Rethorns „Schwippschwager“ aus der Ortswehr verabschiedet, weil er seinen Wehrdienst antreten musste. „Irgendwer aus der Familie muss ja bei der Feuerwehr mitmachen“, verrät er was ihn motivierte als 32-Jähriger bei der Feuerwehr einzusteigen.

Das ist jetzt ein Vierteljahrhundert her. Seit dem 28. Januar 1992 bringt sich Martin Rethorn mit jeder Menge Tatkraft, neuen Ideen und stets unter dem Motto „Einer für alle – alle für einen“ ein. Und die Kameradschaft ist es, die bei dem vor kurzem in seiner zweiten Amtszeit bestätigten stellvertretenden Ortsbrandmeister in der Altenescher Feuerwehr über allem steht.

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Als 1998 über den Neubau des Feuerwehrhauses nachgedacht werden musste, war es Rethorn, der das Konzept dafür erarbeitete. 2000 wurde das Gebäude eingeweiht. Doch was nützt ein neues Feuerwehrhaus, wenn bald fast alle Einsatzkräfte in der Altersabteilung sind? „Es wäre doch schade gewesen, wenn die eine Millionen Mark umsonst ausgegeben worden wären. Darum wollte ich durch eine Jugendabteilung für Nachwuchs sorgen. Der damalige Ortsbrandmeister Karl Rodenburg und andere versuchten mir das allerdings auszureden. Viel zu viel Arbeit, so deren Begründung“, erinnert sich Rethorn, wie er trotzdem 2001 begann, nach dem Absolvieren eines Jugendfeuerwehrwarteeinsteigerlehrgangs sein ehrgeiziges Ziel in die Tat umzusetzen. Zusammen mit dem 80-jährigen Bestehen der Ortswehr und den Dorfbewohnern wurde am 24. Mai 2003 in Altenesch die Gründung der Jugendfeuerwehr groß gefeiert.

Bis 2007 leitete Martin Rethorn die mit 14 Jugendlichen gestartete Gruppe, um sein Amt als Jugendwart dann an Aaron Schippers zu übergeben. Auf 24 Jugendliche, von denen jedes Jahr im Schnitt zwei in die aktive Wehr wechseln, ist die Gruppe in diesem Jahr angewachsen.

Aber auch wenn es ums Praktische geht, ist Rethorn immer ganz vorne mit dabei: So konstruierte er zusammen mit der ehemaligen Braker Firma Conmar ein unsinkbares Flachwasserboot und mit Ortsbrandmeister Holger Schläger hat er als komplette Einheit eine Hochleistungspumpe auf einen Anhänger gebaut, um beispielsweise von der Fähre aus einen Löschangriff zu starten.

Den Abschluss seiner aktiven Feuerwehrzeit wird Rethorn zusammen mit der 100-Jahr-Feier der Ortswehr 2023 feiern. Dann endet auch seine Amtszeit als stellvertretender Ortsbrandmeister Genügend einsatzfreudigen Nachwuchs wird es in der Altenescher Feuerwehr dann auf jeden Fall geben, ist er sich sicher.

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