LEMWERDER „Hurra! Hurra! Die Schule brennt!“ – das hätten einige Schüler mit Sicherheit gerne gesungen. Doch der Brand, den der Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Lemwerder, Hartwig Sondag, in der Grundschule Lemwerder-Mitte gelegt hatte, war Teil einer Einsatzübung für die Feuerwehrkameraden. Bei dem Rauch handelte es sich um nichts anderes als ungiftigen Disconebel, der sich im oberen Teil des Gebäudes und im überdachten Pausenhof ausgebreitet hatte.

Die Übung stand zwar bei den Feuerwehrleuten auf dem Dienstplan, nicht aber Einsatzort und Szenario. Letzteres hatte Sondag für die Einsatzkräfte ausgearbeitet: In der Schule sollte normaler Unterricht nachgestellt werden. Dieser wurde durch „Brandstifter“ Sondag unterbrochen, der sich selbst mit Verbrennungen an den Händen – vom Deutschen Roten Kreuz mit roter Wundschminke simuliert – auf dem Schuldach verschanzte.

Rund 60 Schüler und fünf Lehrkräfte wirkten an der Übung mit und waren in den oberen Klassenräumen anwesend. Um 18 Uhr 19 erfolgte die Alarmierung durch einen Schüler in der Leitstelle in Brake. Und schon heulte auch die Sirene auf dem alten Feuerwehrturm am Rathaus los.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Beobachter am Rande

„Die Kameraden werden neuerdings zusätzlich über den ,Group Alarm’ mittels einer SMS auf dem Handy alarmiert“, erklärte Ortsbrandmeister Henning Ohlenbusch. Er stand bei dieser Übung nicht im Zentrum des Geschehens, sondern überwachte als Beobachter am Rande das Vorgehen seiner Kollegen.

Nur kurze Zeit später trafen die Einsatzfahrzeuge der Lemwerderaner Wehr und auch der Wehren Altenesch und Bardewisch mit insgesamt rund 60 Einsatzkräften sowie Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes am Ort des Geschehens ein. Dort galt es, sich zunächst einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Das war gar nicht so einfach, denn auf dem Schulhof hatten sich jede Menge schaulustige Eltern, Lehrerkollegen und Mitschüler versammelt.

„In der Schule ist die Rettung von Menschen natürlich besonders wichtig“, betonte Henning Ohlenbusch. Gemeindebrandmeister Hartwig Sondag stimmte dem zu: „Da riskieren wir sogar schon mal unser eigenes Leben, wenn es um Kinder geht.“ Stets müssen sich die Einsatzkräfte fragen, wie die Kinder sich verhalten und ob sie in Panik geraten. „Oft haben die Kinder doch Angst, wenn die Kameraden mit der Atemschutzausrüstung kommen“, weiß der Ortsbrandmeister.

In Zweiergruppen

Bei dieser Übung kam eine Schulklasse ordnungsgemäß in Zweiergruppen hinter der Lehrerin ins Freie. Die anderen Schüler wurden über die Außentreppe an der Schule geborgen, wobei einige Jungs Atemschutzhauben trugen. Schulleiterin Angela Waechter und Lehrerin Anja Drees hingegen waren in einem Raum vom Feuer abgeschnitten und mussten über die Leiter ins Freie gebracht werden. „Die Kinder und Lehrkräfte sind dem Rauch nicht ausgesetzt worden. Dafür hatten wir drei ,Dummys’ versteckt, die gefunden werden mussten“, erklärte Gemeindebrandmeister Sondag anschließend und zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Einsatzübung.

Weitere Bilder unter: www.NWZonline.de/fotos-wesermarsch

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.