NORDENHAM Schmerzpatienten haben jetzt eine neue Anlaufstelle: die Wesermarsch-Klinik. Auf Station 5 im dritten Obergeschoss hat die stationäre Schmerztherapie am Montag vergangener Woche ihre Arbeit aufgenommen. Noch bis Freitag werden die ersten acht Schmerzpatienten dort von einem Team aus verschiedenen Berufsrichtungen betreut.

Dr. Hagen Behnke leitet

Damit gehört die Wesermarsch-Klinik zu den Vorreitern in diesem Bereich, wie die Sprecherin Sabine Zinn sagt. Derartige stationäre Angebote seien bislang nur wenig verbreitet. Zu den Pionieren zähle der Rhön-Konzern, dem die Wesermarsch-Klinik angehört. Die Vorbereitungen für die neue Station haben im vergangenen November begonnen. Leiter ist der Anästhesist Dr. Hagen Behnke.

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Das Angebot ist für Kassenpatienten kostenlos. Eine Einweisung des Hausarztes reicht, um unter Telefon 947 210 einen Termin mit der neuen Station abzusprechen, sagt Sabine Zinn weiter. Innerhalb eines Jahres darf ein Schmerzpatient zwei Mal an dieser Therapie teilnehmen.

Sie dauert immer zwölf Tage – von Montag bis zum Freitag der nächsten Woche. Die Patienten werden in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. Ziel ist es, das Körperbewusstsein der Patienten zu stärken, damit sie besser mit dem Schmerz umgehen können und sie weniger abhängig von Pillen und Spritzen sind. Eine vollständige Heilung darf aber niemand erwarten.

Am Beginn der Therapie stehen intensive Gespräche mit der Schmerzschwester Patrizia Pargmann, dem Arzt Ulf Jacofsky und der Psychologin Bärbel Feldbusch. Dann beginnen die Kurse, die immer in Gruppen angeboten werden; Einzelbehandlungen sind nicht vorgesehen.

Die Kurse beginnen morgens um 7 Uhr mit Nordic Walking. Weitere Angebote sind Musiktherapie, etwa Trommeln, mit dem Schlagzeuger Michael Ehré, Kunsttherapie, etwa Malen, mit Imke Gewinn, der früheren Kunsterzieherin der Realschule I, oder der früheren Lehrerin Helga Lange. Ergotherapie bietet Kerstin Hollstein an, Tanztherapie Kerstin Eppler. Zum Team gehören außerdem die Physiotherapeuten Hauke Fitschen und Gudrun Gold sowie die Pflegekräfte Stefanie Hoppe und Karin Schröder. „Die Mischung macht‘s“, sagt Sabine Zinn.

In den Kursen sollen die Patienten lernen, besser mit ihren Schmerzen umgehen zu können oder bei kreativer Arbeit so tief in sich zu versinken, dass sie die Qual für eine gewisse Zeit vergessen können. Dabei sammeln sie Erfahrungen, die ihnen beim Alltag mit den Schmerzen helfen sollen.

Sich schonend bewegen

Diese Kombination von medikamentöser Schmerztherapie, Psychotherapie und Physiotherapie verspreche zusammen mehr als die Summe dieser Einzelbehandlungen, erläutert Sabine Zinn. Der Patient erfahre mehr über seine Krankheit und verstehe sie besser. Er lerne Strategien zum Abbau von Ängsten ebenso kennen wie Entspannungstechniken und schonende Bewegungsabläufe in Alltagssituationen. Letztlich könne er seine Selbstbestimmung wiederherstellen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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