ATENS Wasser gibt‘s im Überfluss – nicht nur, wenn es regnet. Wasser ist nicht bunt und nicht süß und wirkt deshalb auf viele Kinder auch nicht besonders cool. Das ist an diesem Donnerstag in der Friedeburg ganz anders.

Dutzende Kinder umlagern mit großen Augen den Stand der Kreisvolkshochschule, die beim Forschertag zeigt, wie aus Grabenwasser Trinkwasser wird. Zusammen mit den Kindern holt Seyma Koc von der Realschule Am Luisenhof das Wasser aus dem Graben hinter der Friedeburg.

Weg mit dem Geruch

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Dann gießen sie es durch einen Wattefilter, der – wie der Rechen im Wasserwerk – den festen Schmutz, etwa das Entenkraut, entfernt. In der Sandsäule werden die grünen Schwebstoffe entfernt, der Aktivkohlefilter eliminiert den charakteristischen Geruch.

„Was hält mich gesund?“ Das ist die Frage, um die sich bei diesem dritten Forschertag in der Friedeburg alles dreht. Eigentlich sind es zwei Forschertage, denn an diesem Freitag kommen weitere Fünfjährige aus den elf Nordenhamer Kindergärten in die Stadthalle. Insgesamt haben sich 288 Kinder angemeldet, die in vier Schichten forschen dürfen, sagt Jochen Dudeck, der Leiter der Stadtbücherei, deren Team diese Veranstaltung koordiniert.

Schüler der beiden zehnten Klassen der Realschule Am Luisenhof sowie der dritten Klassen der Grundschulen Süd und Phiesewarden helfen den Kindern bei ihren Forschungen. Unterstützt werden sie dabei von ihren Lehrern Rainer Sogemeyer, Sandra Büsing und Rhonda Eich.

Rhonda Eich von der Grundschule Phiesewarden hat Äpfel mitgebracht. „Alle Äpfel sind gesund, aber Apfel ist nicht gleich Apfel“, lautet diese Lektion. Zum Beweis haben Rhonda Eich und ihre Drittklässler drei Apfelsorten mitgebracht: Braeburn, Golden Delicious und Granny Smith. Sie schmecken nicht nur unterschiedlich, auch ihr Vitamin-C-Gehalt weicht stark voneinander ab. Das kriegen die jungen Forscher raus, indem sie den von den Schülern frisch gepressten Apfelsaft auf Teststreifen träufeln. Und die Streifen zeigen an: Braeburn enthält sehr viel Vitamin C und Granny Smith sehr wenig.

Nebenan biegt Sandra Büsing Knochen. Ihre Südschüler haben sie in der vergangenen Woche in Essig eingelegt und jetzt fühlen sie sich an wie Gummi. Gute Knochen dagegen sind tragfähig. Das werden sie, indem die Menschen Milchprodukte, Gemüse mit viel Kalzium – etwa Brokkoli – und Obst essen, lernen die Kinder und vertiefen ihr Wissen, indem sie Blätter mit den knochengesunden Lebensmitteln ausmalen.

Unter den Augen von Rainer Sogemeyer wird gemalt, gschnippelt und gebastelt. Nach Vorlagen erstellen die Fünfjährigen mit Unterstützung von Schülern der 10 R1 Am Luisenhof Windräder und Daumenkinos. Die zeigen ihnen, wie leicht sich das Auge durch schnelle Bewegungen täuschen lässt.

Endlich entfliehen die Kinder dem Trubel im Saal und kommen hinter dem Vorhang „zu den Sternen“. So steht es auf dem Schild, das zum Angebot der Sternfreunde führt. Deren Vorsitzender Reinhard Herden hat früher Yoga-Kurse besucht und verbindet jetzt die indische Lehre mit der Astronomie. Svenja Faehse und Silke Sommer vom Kinderhaus Blauer Elefant in Einswarden unterstützen ihn.

Yoga im Weltraum

Die Kinder legen sich auf Kissen, während sphärische Musik erklingt. Auf der Leinwand sind Sterne und Sternnebel zu erkennen, eine Reise durchs Weltall wird simuliert. Sie soll beruhigen. Dann werden die Kinder von einem schwarzen Loch angezogen. Im Bühnenraum ist es dunkel, Ruhe breitet sich aus. Jetzt werden drei Sternbilder gezeigt: ein Ägypter im Schneidersitz, Orion und Perseus. Die Kinder richten sich auf und bilden mit ihren Körpern diese Figuren nach.

Auf jedem Kissen liegt ein Stern aus Filz. Den dürfen sie mit nach Hause nehmen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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