Schule für Gehörlose und Schwerhörige in Oldenburg

Als soziale Einrichtung verfügt das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte über die Abteilung „Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören“. Es findet Erziehungs- und Bildungsarbeit in den Klassen 1 bis 10 nach den Richtlinien der Grund-, Haupt- und Realschule statt. Zurzeit werden dort 250 Schüler unterrichtet. Der mobile Dienst betreut 180 Mädchen und Jungen von der niederländischen Grenze bis an die Weser.

Axel Cornelius informierte. Der 53-jährige Pädagoge ist Mitarbeiter des mobilen Dienstes für Hörgeschädigte.

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Nordenham/uls Ein verminderter Wortschatz, eine undeutliche Aussprache beispielsweise der Zischlaute sowie einfache Satz- und Sprachmuster könnten die Folgen einer Hörschädigung sein. Darauf wies der Hörgeschädigten-Pädagoge Axel Cornelius (53) bei seinem Vortrag in den Räumen des Sprachheilkindergartens der Arbeiterwohlfahrt am Montag hin.

Axel Cornelius ist Mitarbeiter des mobilen Dienstes des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte in Oldenburg. „Zum Hören braucht man mehr als Ohren” lautete der gut konzipierte und leicht verständliche Vortrag des 53-Jährigen, der über die Kennzeichen von Hörstörungen und deren Behandlung informierte. In vielen Fällen würden die Probleme, unter denen die Kinder litten, nicht früh genug erkannt, sagte Axel Cornelius. Hinweise auf Hörschädigungen seien unter anderem unterstützende Mimik und Gestik beim Sprechen. Scheinbar unsinnige Antworten und Beiträge im Unterricht, völlig aus dem Kontext gerissen, könnten ebenfalls die Folge einer Hörschädigung sein.

Das Landesbildungszentrum in Oldenburg bietet Möglichkeiten der Diagnose. Im Beratungszentrum werden kostenlose Hörprüfungen ohne Überweisungsschein des Arztes für Kinder angeboten. Es handelt sich nach Auskunft von Axel Cornelius um eine freiwillige Leistung des Landes Niedersachen. Anmeldungen erfolgen unter Telefon 0441/9505300.

Bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen mit einer bereits diagnostizierten Hörstörung oder einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung beträgt die Wartezeit bis zur umfassenden Untersuchung im Landesbildungszentrum etwa drei bis vier Monate. „Wir erleben eine Schwemme“, sagte Axel Cornelius und begründete die lange Wartezeit. Die Untersuchungen im gut isolierten und 15 Quadratmeter großen Hörstudio seien zeitintensiv. Eine Sitzung mit normierten Sprachtests und kindgerechtem Material dauert etwa 90 Minuten. Es findet an diesem Tag eine ganzheitliche Untersuchung statt. Betrachtet werden auch die Motorik, das Umfeld, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Belastbarkeit und die Ausdauer des Kindes.

Es gibt drei Arten von Hörschädigungen. Bei der schallleitungsbedingten Störung werden alle Laute gehört, jedoch klingen sie viel gedämpfter. Die Auswirkungen der innenohrbedingten Hörstörung sind gravierender: Der Mensch hört nicht nur leiser, sondern auch unvollständiger. Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen gilt es gleichfalls zu behandeln. Einen Dauerlärm von 85 Dezibel täglich, ohne die Ohren zu schützen, bezeichnete Axel Cornelius als „programmiertes Fiasko“.

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