Seefeld Bilder von Frauen über Frauen und mit Frauen sind derzeit in der Ausstellung „Bild der Frau“ in der Seefelder Mühle zu sehen. Die 17 Teilnehmerinnen eines Workshops bei Kunstpädagogin Meike Janßen gingen der Frage nach, wie Frauen Themen künstlerisch umsetzen, wie sie sich in ihrer Herangehensweise und in der künstlerischen Umsetzung von Männern unterscheiden und wie ihr eigenes Frauenbild aussieht und sich gegebenenfalls verändert hat.

Der Zuspruch zu dem Workshop sei enorm gewesen, sagte Meike Janßen. „Es wurde intensiv gearbeitet, und es entstand eine beeindruckende Vielfalt“, freute sie sich über die sehr unterschiedlichen Arbeiten der Künstlerinnen im Alter von 20 bis 80 Jahren. Noch bis zum 26. Juli sind die rund 70 Arbeiten im Seefelder Kulturzentrum zu sehen.

Als Inspiration dienten den Frauen Bilder bekannter Künstlerinnen wie Frida Kahlo, Elvira Bach, Mary Cassatt, Paula Modersohn-Becker oder Pippilotti Rist, mit deren Hilfe eigene Bilder geschaffen und weiterentwickelt wurden. Es entstanden sehr farbige Acrylbilder, stimmungsvolle Porträts, lebendige Skizzen, witzige Collagen und sehr private Assemblagen, die allesamt von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Zeugnis ablegen. Farbige Slips wie cocktailgefüllte Partygläser, ein Teil einer Tierbürste als Achselhaarandeutung oder eine Schranktür, auf der sich das Maßband des Lebens kombiniert mit Jugendkleidern, Schleifpapier und den gestickten Engelbildern der eigenen drei Kinder befindet. Das und noch viel mehr lässt sich in den Arbeiten entdecken.

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Die Einführungsrede bei der Vernissage am Sonnabend hielt Butjadingens Bürgermeisterin Ina Korter, die selbst an dem Workshop teilgenommen hatte. „Für mich selbst war das autobiografische Arbeiten eine Herausforderung“, erklärte Ina Korter, die ihr Lebensbild mithilfe einer Pricke darstellte. Und weiter: „Aus meiner jetzigen Perspektive stimmt die Orientierung, weiß ich, wohin ich will, bin ich wieder zu Hause an der Küste angekommen.“

Ina Korter forderte die Besucher auf, sich mitnehmen zu lassen in die künstlerische Gedanken- und Bilderwelt der Frauen und sich ein eigenes Bild der Frau zu machen. Für ihre Mitstreiterinnen hatte sie als Dankeschön je eine pinkfarbene Rose mitgebracht. Und für Meike Janßen gab es aus den Händen der Nordenhamer Malerin Ursel Koop bunte Arbeitshandschuhe für die kommenden Aufgaben.

An dem Workshop nahmen teil: Hanne Fischer-Voigt, Christine Sassen-Schreiber, Maike Cornelius-Bruns, Inge van der Velde, Christel Steinke, Imke Gewinn, Ute Riecherts, Renate van der Vlierd, Gabi Kruse, Ursel Koop, Erika Hillig, Renate Himmerlich, Waltraud Haffner, Trudie Folkers und Leonie Lagemanns, die als Praktikantin des Seefelder Kulturzentrums für ihren Einsatz beim Rahmen und Hängen der Bilder ein Skizzenbuch von Meike Janßen geschenkt bekam.

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