Sophie Fehner aus Brake ist dabei, ihren Führerschein zu machen: „Ich wollte so früh wie möglich Auto fahren und praktische Erfahrungen sammeln“, sagt die 17-jährige Brakerin, „BF 17 gibt mir die Chance dazu, von der langjährigen Fahrpraxis meiner Eltern zu profitieren“. Zudem ist sie der Meinung, dass sie durch die Praxiserfahrung, die sie bereits machen konnte, sich ihrer Sache sicherer ist, wenn sie das erste Mal ganz alleine Auto fährt. Auch viele ihrer Freunde haben den Führerschein bereits mit 17 Jahren gemacht. „Fast jeder in meinem Bekanntenkreis macht den Führerschein noch vor seinem 18. Geburtstag“, erzählt Fehner.

„Ich stehe dem begleiteten Fahren mit 17 zu 100 Prozent positiv gegenüber“, sagt Peter Heyer, Fahrlehrer aus Brake. Denn so hätten die Jugendlichen im besten Fall bereits ein Jahr Fahrpraxis, bevor sie mit 18 ihren Führerschein ausgehändigt bekommen und dann das erste Mal ganz alleine fahren. Begleitpersonen hätten gegenüber dem Fahranfänger zudem eine Vorbildfunktion.

Die Ausbildung des Fahrschülers beim „Begleiteten Fahren mit 17“ ist die gleiche wie beim Führerschein mit 18. Die theoretische Prüfung kann der Schüler drei Monate vor seinem 17. Geburtstag absolvieren, die praktische Prüfung einen Monat davor, teilt Peter Heyer mit. Wenn beide Prüfungen bestanden wurden, dann gilt die Prüfungsbescheinigung zusammen mit einem gültigen Ausweis als Fahrerlaubnis.

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Wichtig dabei sei, dass der Fahranfänger bis zu seinem 18. Lebensjahr nur mit den eingetragenen Begleitpersonen – beispielsweise den Eltern – fahren darf. Begleitpersonen kann man auch nachträglich noch beim Straßenverkehrsamt eintragen lassen, informiert Peter Heyer.

Es gibt einige Voraussetzungen, die von den Begleitpersonen erfüllt sein müssen. Sie müssen mindestens 30 Jahre alt sein und ihren Führerschein der Klasse B seit mindestens fünf Jahren durchgehend besitzen. Eine Begleitperson darf nicht mehr als einen Punkt im neuen Punktesystem des Verkehrszentralregisters vorweisen, erklärt der Fahrlehrer.

Ein Begleiter, betont Peter Heyer, ist kein zweiter Fahrlehrer, sondern ein Ratgeber, der den Fahranfänger nur beraten und nicht in die Fahrzeugbedienung eingreifen soll. Die begleitende Person soll dem Jugendlichen als Ansprechpartner dienen und ihm Sicherheit beim Fahren geben. Der Fahranfänger soll von den Erfahrungen der Begleitperson lernen.

„Knapp über 50 Prozent meiner Fahrschüler machen ihren Führerschein mit 17“, erzählt Peter Heyer, „das begleitete Fahren wird also gut angenommen“.

Auch Eltern, mit denen der Fahrlehrer gesprochen hat, begrüßen den Führerschein mit 17. So würden die Eltern noch eine gewisse Kontrolle über ihre Kinder haben, erklärt Heyer.

Ein weiterer positiver Effekt sind die verminderten Unfallzahlen von Fahranfängern in der Altersgruppe 18 bis 25; sie seien um 20 Prozent zurückgegangen, berichtet Heyer. Durch das begleitete Fahren mit 17 werde das Gefahrenbewusstsein erhöht und die Risikobereitschaft vermindert, sagt der Fahrlehrer.

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