Nordenham /Krokom /Kayseri In Schweden war es bitterkalt. Am Tag der Abreise fiel das Thermometer in Krokom auf 10 Grad minus. In der Türkei dagegen kamen die Schüler ins Schwitzen. Da kratzte das Quecksilber an der 30-Grad-Marke. Insgesamt 21 Nordenhamer Gymnasiasten waren jetzt auf Reisen. Eine Gruppe von 13 Neuntklässlern verschlug es ins nordschwedische Krokom in der Nähe von Östersund. Acht Zehnt- und ein Elftklässler flogen in die entgegengesetzte Richtung – nach Kayseri in der Zentraltürkei.

Die Gegend um Krokom ist eine Biathlon-Hochburg. Das bekamen die Gymnasiasten deutlich zu spüren. Und sie durften sich auch selbst in dieser typisch skandinavischen Sportart versuchen. In der Weltcup-Arena in Östersund bekamen sie einen Schnupperkurs. „Das hat viel Spaß gemacht“, berichtet Alex Golowtschenko. Jonas Bultmann fügt hinzu: „Man bekommt einen gehörigen Respekt vor den Sportlern, wenn man das bisher nur im Fernsehen gesehen hat.“

Anna Broska ist begeistert von der Gastfreundschaft der Schweden. Die Schüler waren in den Familien untergebracht. Sie bekamen einen Eindruck vom Unterricht, der anders aufgebaut ist als in Deutschland. Es gibt keine festen Stundenpläne für alle Schüler. Die Lernziele sind langfristig vorgegeben. Die Schüler arbeiten mit Unterstützung der Lehrer, aber selbstständig und nach eigener Zeiteinteilung.

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Lehrer werden geduzt

Anna Broska ist aufgefallen, dass alle Lehrer von den Schülern geduzt werden, aber der Respekt darunter nicht leidet. Begleitet wurden die Schüler von ihren Lehrern Anika Hülsmann und Daniel Winterhoff.

Zweieinhalb Wochen waren die Schüler in Schweden. Die andere Schülergruppe, die von den Lehrern Ines Becker und Helmut Ighnaimat begleitet wurde, reiste für zehn Tage nach Kayseri, einer Industriestadt mit einer Millionen Einwohnern, die jenseits der Touristenströme mitten in der Türkei liegt. Auch diese Schüler waren bei Gastfamilien untergebracht. Vor allem die bergige Umgebung von Kayseri war für die Schüler interessant. Ein Ausflug zu den komplexen Felsformationen und Höhlen von Kappadokien gehörte zu den Höhepunkten. Die Schüler besuchten eine Teppich-Manufaktur. Und an den letzten beiden Tagen vor ihrer Abreise hatten sie Gelegenheit, Istanbul zu erkunden.

Schüler kochen

In der Schulkantine durften die Nordenhamer ein typisch deutsches Gericht zubereiten. Es gab Bratkartoffeln mit Kalbsschnitzel. Die Gastgeber bereiteten ein typisch türkisches Gericht zu: Manti – das sind gefüllte Teigtaschen – und Sütlac, eine Art Milchreis.

Die Nordenhamer Schüler lernten in ihren muslimischen Gastfamilien ganz unterschiedliche Familienstrukturen kennen. Jonas Budde zum Beispiel lernte eine Familie kennen, in der die Geschlechterrollen traditionell verteilt waren: Der Vater ging arbeiten, die Mutter blieb zu Hause, es wurde fünfmal am Tag gebetet. Natascha Plümer zum Beispiel wohnte bei einer Familie, in der Mutter und Vater den Lebensunterhalt als Zahnärzte verdienten.

Ines Becker freut sich darüber, dass der Austausch zwischen den Partnerschulen so gut funktioniert. Er soll auf jeden Fall fortgesetzt werden. Bei der Vorbereitung der Türkei-Reise bekamen die Schüler Unterstützung von Zeliha Aykanat.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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