Nordenham 95 Schüler des Nordenhamer Gymnasiums arbeiten seit dem 9. Januar in verschiedenen Betrieben. An diesem Freitag haben sie ihren letzten Tag des zweiwöchigen Praktikums.

Jonah Maier macht sein Praktikum auf der Nordenhamer Polizeidienststelle. Auf die Frage, ob er sich den Beruf für seine Zukunft vorstellen könne, sagte er: „Ja, durchaus. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf.“ Außerdem habe man mehr Freiraum als in einem Werk wie zum Beispiel Premium Aerotec. „Ein Polizist braucht soziale Kompetenzen.“ Deswegen könne er sich gut vorstellen, diesen Beruf später einmal auszuüben, sagt Jonah Maier.

Ob im Polizeiwagen, auf Streife oder in der Dienstelle am Zentralrechner: Jonah Maier lernt viele verschiedene Bereiche kennen. Auch bei der Kriminalpolizei darf der Schüler den Spezialisten über die Schulter gucken.

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Neben Jonah gibt es auf der Polizeidienststelle Nordenham noch zwei weitere Praktikanten, die sich jedoch selten über den Weg laufen. Grund dafür sind die verschiedenen Schichten. In der ersten Woche des Praktikums war Jonah Maier der Frühschicht zugeteilt, in der zweiten Woche der Spätschicht.

Einer der aufregendsten Einsätze, die Jonah Maier in dieser Zeit erlebte, war die Spurensicherung nach einem Einbruch in ein Rodenkircher Geschäft. Der Praktikant durfte ein Bild vom Tatort machen und einen der beiden Fußabdrücke abziehen.

Rumeysa Eda Yildirim absolviert ihr Praktikum in der Grundschule Nord. Sie hilft dort den Kindern schon seit vier Monaten bei den Hausaufgaben. In ihrem Praktikum bekommt sie nun einen noch tieferen Einblicke in den Schulalltag. „Ich arbeite sehr gerne mit kleinen Kindern und möchte das später auch auf jeden Fall beruflich machen.“ Den Beruf der Grundschullehrerin könne sie sich deshalb sehr gut vorstellen.

Rumeysa Eda Yildirim ist im Unterricht dabei, hilft den Grundschülern bei ihren Aufgaben, spielt mit ihnen in der Pause, malt und bastelt mit ihnen. Die 17-Jährige und eine weitere Praktikantin sind jeweils einer Klasse zugeteilt, mit der sie den Vormittag verbringen. Die Klassen sind sehr klein, sodass Rumeysa Eda Yildirim jeden Schüler kennt. „Ich habe sehr viel Spaß mit den Kindern und kümmere mich gerne um sie.“

Hendrik Plaisier ist einer von 13 Praktikanten, die in der Ausbildungswerkstatt von Premium Aerotec untergekommen sind. Betreut werden sie von den Auszubildenden des Werks, die ihnen bei Fragen zur Seite stehen und bei der Arbeit mit den Geräten helfen. Die Arbeit mit Walze, Druckluftbohrer und Nieten macht dem 16-jährigen Nordenhamer viel Spaß. Durch seinen Vater, der im Betrieb arbeitet, ist Hendrik Plaisier auf das Praktikum bei Premium Aerotec gekommen. „Ich habe Spaß am Handwerk. Deshalb mache ich hier mein Praktikum, nicht nur wegen der Familientradition.“

Von 7 bis 15 Uhr sind die Praktikanten, darunter zwei aus Bremerhaven, in der Ausbildungswerkstatt. An der Werkbank bauen sie aus Metall Alltagsgegenstände wie Standuhren oder Spardosen. Hendrik Plaisiers Meinung nach ist Premium Aerotec eine gute Anlaufstelle für handwerklich begeisterte Jugendliche, um ein Praktikum zu machen.

Auch den Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyfarth lernten Finn Dujesiefken und Lotta Freese bei ihrem Praktikum kennen. BILD: Norbert Hartfil

NWZ-Praktikanten berichten von ihren Erfahrungen: Die Zeit geht ganz schnell vorbei

Zwei Wochen lang haben Lotta Freese und Finn Duje-siefken in der NWZ -Redaktion Nordenham mitgeholfen. Die beiden besuchen die zehnte Klasse des Nordenhamer Gymnasiums und hatten sich für ein Betriebspraktikum bei der Nordwest-Zeitung entschieden. Sie haben nicht nur die Redakteure begleitet. Mit ihren Geschichten und Ideen haben sie auch die Nordenham-Ausgabe bereichert. Auf dieser Seite berichten sie, wie ein Praktikum abläuft. Sie haben sich mit anderen Praktikanten unterhalten. Und sie ziehen auch selbst Bilanz, wie ihnen das Praktikum bei der NWZ  gefallen hat.

Lotta Freese: Ich bin mit der Erwartung in das Praktikum gegangen, dass es abwechslungsreich wird, zu sehen wie der Tag eines Journalisten aussieht. Und tatsächlich: Die im Vergleich zu anderen Praktikumsplätzen doch recht lange Arbeitszeit vergeht schnell, wenn man zu Interviews oder anderen Terminen mitgenommen wird. Besonders interessant fand ich allerdings die Tage, an denen wir selber interviewen und eigene Artikel schreiben durften. Ich fand es beeindruckend, dass kein Tag war wie ein anderer. Die Themen, die wir bearbeitet haben, waren immer unterschiedlich. So wurde es in den zwei Wochen nie langweilig. Und dass ein Beruf nicht langweilig ist, sondern Spaß macht, ist für mich ganz wichtig. Das Praktikum bei der Zeitung hat mir insgesamt sehr gefallen. Ich habe hier viele Erfahrungen gesammelt.

Finn Dujesiefken: Voller Freude und Erwartungen bin ich ins Praktikum gestartet. Ich war gespannt, wie der Tag eines Journalisten aussieht. Und ich musste schon ein wenig schlucken, als ich von der langen Arbeitszeit erfuhr. Doch es ist erstaunlich, wie schnell der Tag vorüber ist, wenn man zu Presseterminen mitgenommen wird. Nach einer kurzen Einführungsphase, bei der wir zum Beispiel die Redaktion kennenlernten, durften Lotta und ich unser erstes Interview in der Nordenhamer Stadtbücherei führen und den Artikel dazu schreiben. Nach dem ersten Foto, das ich geschossen hatte, war mir klar, dass ich vom Fotografieren begeistert bin. Das war mir vorher nie klar. Jeder Tag ist anders. Und das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Faktor in meinem späteren Berufsleben. Insgesamt kann ich sagen, dass das Praktikum bei der NWZ  eine tolle Erfahrung war. Es hat gezeigt, wie viel Spaß es macht, als Journalist zu arbeiten.

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