Burhave Das Ergebnis der laufenden Bedarfsermittlung steht noch aus. Eine Tendenz ist aber bereits deutlich zu erkennen: Wenn überhaupt, wird es lediglich eine Nachfrage nach der Umwandlung der Grundschule Butjadingen in eine offene Ganztagsschule geben, in der die Teilnahme an den Nachmittagsangeboten freiwillig ist. Eine für Grundschüler verpflichtende Ganztagsschule stößt auf eine breite Ablehnung.

Das wurde bei einem Informationsveranstaltung deutlich, zu der die Gemeinde und die Grundschule für Donnerstagabend in den Burhaver Rathaussaal eingeladen hatten. Mit rund 50 Teilnehmern war die Zusammenkunft recht gut besucht, darunter jedoch nur circa 25 Vertreter der von Gemeinde und Grundschule angeschriebenen rund 300 betroffenen Familien.

Joachim Wulf, stellvertretender Leiter des Amtes für Finanzen und Verwaltung, sowie Christine Thaden-Decken, Leiterin der Grundschule Butjadingen, erläuterten die verschiedenen Ganztagsschulformen, die auch in dem Elternbrief beschrieben sind, sowie die Organisation der Nachmittagsangebote mit zusätzlichen Lehrerstunden und außerschulischen Mitarbeitern.

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Das Interesse der Eltern galt aber insbesondere dem Vortrag von Isabell Meyer. Die Rektorin der Comenius-Grundschule Berne berichtete über ihre Erfahrungen mit der Ganztagsschule, denn ihre Schule ist bereits seit 2004 eine offene Ganztagsschule. Von den 150 Schülern nehmen derzeit zwischen 35 und 51 an den an drei Tagen in der Woche stattfindenden Nachmittagsangeboten teil. Dafür gibt es zehn zusätzliche Lehrerstunden pro Woche. Sie richten sich nach der Zahl der teilnehmenden Schüler.

Trotz des „irrsinnigen Kraftakts“ für die Schulleitung, verursacht durch das Organisieren des Ganztagsangebots, sprach Isabell Meyer von durchaus positiven Erfahrungen. Zwar grenze die offene Ganztagsschule die Gestaltungsmöglichkeiten ein, weil am Nachmittag nicht alle Kinder in der Schule sind, jedoch sei sie im ländlichen Bereich die einzige mögliche Ganztagsschulform, machte die Berner Rektorin deutlich.

Weil sich die Familienstrukturen veränderten, biete die offene Ganztagsschule den Kindern neue Möglichkeiten, auf PC und Fernseher zu verzichten und stattdessen sich gemeinsam mit Altersgenossen sinnvollen Beschäftigungen zu widmen. Diese Notwendigkeit nehme leider zu, machte Isabell Meyer deutlich.

Weder die Schule noch eine Betreuung könne ein funktionierende Familie ersetzen. Zudem sei die Ganztagsschule für die Kinder auch anstrengend. Aber es müsse auch an die Kinder gedacht werden, bei denen es in der Familie aus welchen Gründen auch immer, nicht so funktioniert und die Betreuung benötigen. Für die sollten Angebote auf freiwilliger Basis vorgehalten werden, warb Isabell Meyer

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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