Blexen „Viele verwechseln diesen Beruf mit dem eines Chemielaboranten“, sagt Jan Peter Leffers, Personalleiter bei Kronos Titan in Blexen. „Ein Chemikant hat aber eigentlich gar nichts mit dem Labor zu tun, sondern ist in der Produktion tätig. Chemikanten bedienen die Anlagen im Werk. Sie haben einen anspruchsvollen und interessanten technischen Beruf“, fügt Kronos-Ausbildungsleiter Hergen Thien hinzu.

Gute Bezahlung

„Mir macht es Spaß, diese Anforderungen zu erfüllen. Das ist der richtige Beruf für mich. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die gute Bezahlung“, sagt Lennart Marzinzick aus Ellwürden, der im Oktober 18 Jahre alt wird. Er ist im zweiten Lehrjahr als Chemikant bei Kronos Titan.

Das Werk in Blexen produziert Titandioxid als Pulver. Dieses Weißpigment wird Farben und Lacken beigemischt, die vor allem in der Auto- und der Bauindustrie eingesetzt werden – aber zum Beispiel auch in der Kunststoff- und Pharmaindustrie.

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Zu den wichtigsten Aufgaben eines Chemikanten zählen die Qualitätskontrolle und die Überwachung der Produktionsanlagen mit Hilfe von Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Zudem erlernen Chemikanten, wie chemische Stoffe und Zubereitungen hergestellt, aufgearbeitet und verarbeitet werden.

Weitere Aufgabengebiete sind Wartung und vorbeugende Instandhaltung von Geräten und Anlagen. Darüber hinaus bestimmen Chemikanten Stoffkonstanten und Stoffeigenschaften. Sie arbeiten team- und prozessorientiert.

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Vorausgesetzt werden ein Realschulabschluss oder ein guter Hauptschulabschluss mit mindestens befriedigenden Noten in Mathematik, Physik und Chemie. Für diese Fächer hat sich Lennart Marzinzick an der Zinzendorfschule in Tossens, wo er den Realschulabschluss erworben hat, sehr interessiert. Gut gefallen hat ihm auch ein Praktikum bei Kronos Titan.

Während der Ausbildung durchläuft er die gesamte Produktion. „Es gibt keine festgefahrene Routine. Ich lerne immer neue Leute und Anlagen kennen, es wird nie langweilig und ich verstehe mich auch mit den Kollegen gut“, freut sich Lennart Marzinzick.

Kronos stellt jedes Jahr zum 1. September vier Auszubildende für den Beruf des Chemikanten ein. Während der ersten sieben Wochen der Ausbildung werden ihnen von Dr. Wolfgang Meiners in der Umweltstation in Iffens die Grundkenntnisse der Chemie vermittelt. In diesem Jahr gab es 35 Bewerbungen, von denen aber nur 14 in die engere Auswahl kamen.

Dass es mitunter ein bisschen schwierig für Kronos Titan, aber auch für die Nordenhamer Zinkhütte sei, genügend geeignete Bewerber für die Ausbildung zum Chemikanten zu finden, sei vor allem darauf zurückzuführen, dass 95 Prozent der Chemikanten Schichtarbeit leisten müssen. Das sei trotz der guten Bezahlung bei jungen Leuten nicht so gefragt, berichtet Ausbildungsleiter Hergen Thien.

Weitere Bewerbungen

Für die am 1. September nächsten Jahres neu zu besetzenden vier Ausbildungsstellen für Chemikanten bei Kronos Titan sind noch weitere Bewerbungen möglich. „Wir wollen auch in Zukunft möglichst alle guten Auszubildenden nach ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildung übernehmen“, sagt Personalleiter Jan Peter Leffers.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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