Elsfleth /Hannover Seit 2006/2007 müssen Studierende in Niedersachsen – wie beispielsweise an der Jade-Hochschule in Elsfleth – pro Semester 500 Euro Studiengebühren bezahlen. Mit der Abschaffung der Gebühren zum Wintersemester 2014/2015 hat sich das Land Niedersachsen nun verpflichtet, den Hochschulen die wegfallenden Einnahmen zu 100 Prozent zu ersetzen, auch wenn die Studierendenzahlen steigen.

Froh über diese Entscheidung, dass die Studienbeiträge zu 100 Prozent kompensiert werden, ist Professor Dr. Klaus-Jürgen Windeck, Dekan des Fachbereichs Seefahrt der Jade-Hochschule in Elsfleth. Die Finanzmittel würden auch weiterhin zur Verbesserungen des Studienplatz-Angebotes in Elsfleth verwendet werden, sagte der Dekan. Durch die Mittelzuweisungen könnten Modelle weiter realisiert werden, die man bislang an der Hochschule umgesetzt habe. Als ein Beispiel nannte er das Tutorenprogramm. Erfahrene Studenten aus den älteren Semestern würden jüngere Kommilitonen unterstützen und sie so im Studium weiterbringen.

Transport-Logistik

Auch Exkursionen könnten wie zuvor stattfinden. Hier hob Klaus-Jürgen Windeck die Fahrt zur weltgrößten Transport-Logistik-Messe in München hervor. Studenten hätten die Messe auch genutzt, um Praxissemester bei internationalen Firmen für sich gewinnen zu können. Dass jeder Studenten bei Exkursionen einen Eigenanteil zahlen müsste, betonte der Dekan. Gelder fließen selbstverständlich auch in die technische Ausstattung der Seefahrtschule, um weiterhin auf dem neusten Stand und wettbewerbsfähig bleiben zu können.  Mit den Stimmen von SPD und Grünen hatte der niedersächsische Landtag im Dezember 2013 bei Gegenstimmen von CDU und FDP die Abschaffung der Studienbeiträge bei vollständiger Kompensation der Mittel für die Hochschulen beschlossen. „Damit schaffen wir als letztes Bundesland die Zugangshürden zum Studium ab. Rot-Grün setzt wieder ein Wahlversprechen um“, freute sich die Landtagsabgeordnete Ina Korter (Bündnis/Die Grünen).

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Qualität gesichert

„Unsere Hochschulen auch in Elsfleth, Oldenburg und Wilhelmshaven können sicher sein, dass sie die Mittel der fehlenden Studienbeiträge in voller Höhe kompensiert bekommen und ihre Qualität gesichert wird“, versprach die Nordenhamerin. Die Attraktivität Niedersachsens als Bildungsstandort wird nach ihren Worten damit deutlich gestärkt. Junge Menschen würden nicht mehr von der Aufnahme eines Studiums abgeschreckt, weil sie fürchten müssten, sich zu verschulden, so die Abgeordnete.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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