BRAKE Kinderarmut und soziale Gerechtigkeit in Deutschland und im Landkreis Wesermarsch – das waren die zentralen Themen der Konferenz der AWo (Region Unterweser).

Dazu begrüßte der Vorsitzender Werner Kehlenbeck besonders Dr. Harald Groth, Mitglied im Bundesvorstand, die stellvertretende Landrätin Uta Elb, Holger Ortel (SPD, MdB) und die stellvertretende Bürgermeisterin von Brake, Ursula Schinski.

Solidarität gefordert

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„Für ein Kind 100 Euro, für ein Schrottauto 2500 Euro“ – mit diesem Vergleich verdeutlichte Uta Elb in ihrem Grußwort, wie sozial Deutschland ihrer Meinung nach eingestellt ist. Armutsprävention könne nur funktionieren, wenn auch in Arbeit und Bildung der Eltern investiert würde. Elb ging darauf ein, wie erschreckend viele Kinder und Jugendliche im Landkreis Wesermarsch auf soziale Leistungen angewiesen sind. Die AWo werde deshalb nach wie vor dringend zur Solidarität unter den Menschen gebraucht.

Ursula Schinski plädierte anschließend für gebührenfreie Kitas und Krippen. Deutschland sei ein Land der Wanderarbeiter geworden, da bliebe kaum noch Zeit für Familienleben.

Kasse muss stimmen

Auch Dr. Harald Groth ging auf viele Sozialthemen ein. „Die AWo fühlt sich mit den Kommunen in einem Boot“, erklärte er. Um alle sozialen Aufgaben zu erledigen, müsse in den Kommunen die Kasse stimmen, so Groth weiter. Bildungsarbeit beginne in der Krippe, Eltern müssten stark gemacht werden. Diese Ziele seien durchgreifender, als für Jugendliche eine Fremdunterbringung anzuordnen. Die Kita müssten zum Familienzentrum werden, doch leider gäbe es in Niedersachsen noch keine Konzepte und Modellstandorte. In die neuen Pläne sollten auch die Grundschulen mit einbezogen werden. Für Kinder müsse sofort etwas getan werden. „Kinder sollen aus der Hartz IV-Logik herausgenommen werden“, erklärte der Sozialarbeiter und Diplompädagoge. Die Zuhörer bestätigten seine Aussagen mit spontanem Zwischenbeifall und bestätigendem Kopfnicken.

Der Projektleiter des Arbeitskreises Kinderarmut im Landkreis, Bernd Bremermann, berichtete, dass die Vermittlung von mehr Lebensfreude ein Hauptthema sei. Eine Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund wird angestrebt. Zum neuen Kassierer wählte die Versammlung Ronald Schmidt aus Lemwerder, Beisitzerin für Lemwerder wurde Ellen Köster-Schmidt, für Nordenham Angelika Czenkusch.

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