Berne„ Ganz wichtig ist in Deutschland die ,Rechts vor Links’-Regel“, erklärt Jürgen Zimmer den aufmerksam zuhörenden sechs Männern, den beiden Frauen und den vier Kindern. Den Gesichtern in der Mensa der Comenius-Schule ist an diesem Nachmittag anzusehen, dass diese Botschaft noch nicht ganz eindeutig angekommen ist. Kein Wunder, die Personen, die sich hier auf Einladung von Mitgliedern der Initiativen „Berne welcome“ und „Berner Runde“ vom Präventionsbeauftragten der Braker Polizei die wichtigsten Verkehrsregeln erklären lassen, sind Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern.

Leichter fällt das Verständnis bei Bildern von Verkehrszeichen oder kleinen Filmchen, die Jürgen Zimmer mit dem Beamer auf eine Leinwand bringt. Einbahnstraße nur in Pfeilrichtung befahren, Vorfahrt achten oder gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr: Zu allen Themen gibt es kurze prägnante Erklärungen. Dann geht es auf dem Schulhof mit praktischen Übungen weiter.

Die Idee zu dieser Veranstaltung kam Heinz-Georg Helms, der sich in beiden Berner Initiativen einbringt, während der Fahrradwerkstatt im vergangenen November (die NWZ  berichtete). „Viele Flüchtlinge wollten unbedingt ein Fahrrad haben, dabei ist mir aber aufgefallen, dass den meisten unsere Straßenverkehrsregeln kaum oder gar nicht bekannt sind“, berichtet Helms. Daraufhin habe er Kontakt mit Jürgen Zimmer aufgenommen und diesen Termin in der Berner Grundschule organisiert.

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Auf dem Schulhof hat Jürgen Zimmer mit kleinen Kegeln einen Parcours aufgebaut. Nachdem er die Sicherheitsausstattung eines Fahrrades erläutert hat, gilt es, mit dem Fahrrad sicher durch den Parcours zu kommen und am Ende an dem dort abgestellten Polizeiwagen in sicherer Entfernung vorbeizufahren.

Wer das nicht gleich beim ersten Mal schafft, darf gern so viele Runden drehen, wie er möchte. Zimmer schaut genau hin, gibt Tipps und korrigiert gegebenenfalls. Da es aber um keine Bewertung oder Punkte geht, bleibt die Stimmung fröhlich – und in einer solchen Atmosphäre lernt es sich bekanntlich am besten.

Heinz-Georg Helms hofft, dass die Asylsuchenden, die sich in Berne mittlerweile ein Fahrrad zulegen konnten. künftig etwas sicherer auf den Straßen und Radwegen unterwegs sind.

Wer an seinem Fahrrad in Sachen Sicherheitsausstattung noch nachrüsten muss, der ist im Februar an zwei Vormittagen in der „Machbar“, der Kreativwerkstatt in der Langen Straße 39, willkommen. Denn nach dem Erfolg im November soll die Fahrradwerkstatt erneut öffnen. Die genauen Termine werden aber noch festgelegt und dann veröffentlicht.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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