NORDENHAM „Abiana Jones" hat seinen Job erledigt: Nachdem der Abenteurer zwei Tage zuvor beim Abischerz noch auf der Suche nach den verlorenen Punkten war, erhielten am Freitagabend 77 Abiturienten des Gymnasiums Nordenham ihre Abschlusszeugnisse. Die Schüler bekamen bei der Verabschiedung viel Lob. „Sie sollten jetzt gebührend feiern. Sie haben es sich verdient“, sagte etwa Landrat Michael Höbrink.

Nach einem Klaviersolo der Abiturientin Verena Tönjes richtetet Schulleiter Klaus Laske die ersten Worte an die Schüler. Kurz und präzise beleuchtete er den ersten Jahrgang, der die Profiloberstufe durchlaufen musste. „Sie mussten mehr leisten als alle Abiturienten zuvor und sind dabei nicht eingeknickt. Sie haben sich fachlich profiliert und mit 2,66 einen guten Abiturschnitt erreicht“, bescheinigte Laske dem Jahrgang. Elf Abiturienten hatten mit einer Eins vor dem Komma abgeschlossen.

Es folgte die Auszeichnung mehrerer Schüler für besondere Leistungen: Christina Damken wurde Europameisterin im Feldkampf. Sophia Falkenburger und Marcel Wichmann waren federführend für die Schülerzeitung „Meuterei“ verantwortlich, die vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zur besten in Deutschland gekürt wurde. Weitere Auszeichnungen und Lob gab es für das Abischerz- und das „Abi-bis-aufs-Blut“-Komitee, die beiden Mensa-Arbeitskräfte Amkea Böning und Katja Stehmeier sowie für Evelyn Walenczuk und Verena Tönjes, die beim Musical „Grease“ mitgewirkt hatten. Dorothea Gradic, Daniel Rodenburger und Kilian Wegner wurden für außergewöhnliche Leistungen im Fach Physik ausgezeichnet. Als herausragende Französisch-Schülerinnen wurden Verena Tönjes und Nina König geehrt.

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Landrat Michael Höbrink unterstrich die Wichtigkeit des Schulabschlusses für das weitere Leben. Der Fördervereinsvorsitzende Dr. Jürgen Schlegel wies die Abiturienten auf den Nutzen des Gelernten hin. „Wenn Sie jetzt hinausgehen in die Welt, vergessen Sie Ihre Schule nicht", sagte er. Schlegel ehrte außerdem Thallia Baumgardt, Ragna Bergmann, Kathrin Stackfleth und Matthias Wittje für ihr Engagement im Schulsanitätsdienst.

Mit der persönlichsten aller Reden sorgte Jahrgangslehrer Norbert Neubert für den Höhepunkt. Am frenetischen Applaus des Abiturjahrgangs erkannte das Publikum, dass er einen guten Draht zu seinen Schülern hat. Neubert, der seinen Abschied aus dem Lehrerdasein verkündete, machte den Schülern deutlich, dass sie Zivilcourage zeigen und ihren eigenen Weg einschlagen sollten. „Schwimmt auch mal gegen den Strom, wenn es sein muss. Bleibt neugierig und ehrlich zu euch selbst, dann werdet ihr auch immer ehrlich zu allen anderen sein.“

Nachdem die Abituienten ihre Zeugnisse erhalten hatten, bedankte sich Jahrgangssprecher Kilian Wegner für die schöne Zeit am Gymnasium, das er als „soziales Biotop“ bezeichnete. Man lerne Leute und ganz eigene Einstellungen kennen.

Anschließend überreichte das Danksagungsteam Präsente an das Schulpersonal. Im letzten musikalischen Akt des Abends überraschte das ehemalige Jahrgangsmitglied Jacio Böger mit einer hervorragend vorgetragenen Version des John Denver-Klassikers „Jessie“, die leider in der allgemeinen Aufbruchstimmung ein wenig unterging.

Die große Party stieg einen Tag später in der Stadthalle Friedeburg: Beim Abiball wurde das Abitur noch einmal kräftig gefeiert. Außerdem gab es eine Tanzvorführung des Abi-Jazz-Komitees, einen kurzen Film sowie eine Choreinlage zu bestaunen. Der Abiturjahrgang trug seine selbst geschriebene Hymne „Nie wieder Schule“ vor und erntete dafür eine Menge Applaus. Danach wurde bis in den frühen Morgen getanzt.

Die besten des Jahrgangs 2008 und ihre Zukunftspläne

Elf Schüler haben eine Durchschnittsnote mit einer Eins vor dem Komma geschafft. Die vier Besten waren Kilian Wegner und Daniel Rodenburger (1,2) sowie Henrike Bruns und Verena Tönjes (1,3). Verena Tönjes wird jetzt ein Freiwilliges Kulturelles Jahr (FKJ) in der Kulturetage Oldenburg absolvieren und anschließend studieren. „Musik sollte dabei sein. Ansonsten bin ich noch völlig unentschlossen“, sagt die 19-Jährige. Henrike Bruns plant ein Jura-Studium in Bremen, während Daniel Rodenburger und Kilian Wegner zunächst einmal ihren Zivildienst absolvieren müssen. Daniel Rodenburger möchte im Anschluss Logistik studieren, Kilian Wegner gibt sich hinsichtlich seiner Zukunftspläne noch ein wenig bedeckt.

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