Nordenham Die auf dem Prüfstand stehenden Grundschulstandorte in Blexen und Einswarden sowie die katholische Grundschule St. Willehad sollen für unbestimmte Zeit Bestand haben.

Das hat der Schulausschuss des Stadtrates einstimmig beschlossen. Die SPD-Fraktion hatte zuvor ihren Antrag zurückgezogen, wonach eine Frist von zehn Jahren gesetzt werden soll, damit die Schulen für diesen Zeitraum Planungssicherheit haben. Der Stadtrat entscheidet am 15. Juni.

 Mit Einschränkung

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Der Beschluss enthält allerdings die Einschränkung, dass die Standorte erneut überprüft werden sollen, falls sich die Entwicklung der Schülerzahlen oder die Gebäudesituation oder ähnlich Gravierendes ändern sollte.

In der Debatte im Bildungsausschuss stellte sich heraus, dass eine auf Sicherheit setzende Fristsetzung auch Unsicherheit auslösen kann. Denn daraus könnte eben auch diese Befürchtung erwachsen: In zehn Jahren kann das Aus kommen.

Die Sitzung wurde unterbrochen. Die SPD-Mitglieder zogen sich zur internen Beratung zurück. Daraufhin erklärte Maik Buhr, dass die SPD ihren Antrag zurückzieht. Er erläuterte: „Wir wollten mit unserem Antrag keine Befristung, sondern eine Garantie für die Schulstandorte für die nächsten zehn Jahre, damit die Schulen Planungssicherheit haben.“

 Längere Perspektive

In der Debatte zeigte sich auch, dass niemand eine solche Garantie geben kann, andererseits die Entwicklung aber so laufen kann, dass die Schulen weit über die nächsten zehn Jahre hinaus Bestand haben könnten. Diese Perspektive will auch die SPD nicht durch eine zweischneidige Fristsetzung unnötig beeinträchtigen.

Maik Buhr sagte, er sei sicher, dass die Schulen in Blexen und Einswarden auch weit über die nächsten zehn Jahre hinaus nicht geschlossen werden müssen. Zumindest in den nächsten drei bis fünf Jahren werde die klamme Stadt kein Geld haben für einen Umbau einer der beiden Schulen, der bei einer Fusion nötig werde.

 Luisenhof im Blick

Auch Räume in der Oberschule am Luisenhof kämen nicht für einen neuen Schulstandort für den Stadtnorden in Frage, weil die ursprünglich vom Landkreis angestrebte Fusion der beiden Nordenhamer Oberschulen am Luisenhof und an der Pestalozzi-straße vom Tisch sei.

Das unterstrich auch Mario Kauschmann (Grüne): „Es gibt keinen Grund für eine Zusammenlegung der Grundschulstandorte im Stadtnorden. Es gibt aber auch keinen Grund für eine Befristung.“

Joachim Gorges (WIN) verwies zustimmend auf die neuen Zahlen der Stadtverwaltung. Sie seien ganz anders als die Prognosen, die zum Stadtratsbeschluss vor zwei Jahren geführt hatten.

Vor zwei Jahren hatte der Rat entschieden, dass 2017 – also in diesem Jahr – geprüft werden soll, ob die Grundschulen in Blexen und Einswarden über kurz oder lang geschlossen und am Luisenhof eine neue Grundschule für den Stadtnorden eingerichtet werden soll.

Damals ist eine Gesamtzahl von 842 Grundschülern in Nordenham im Schuljahr 2017/18 prognostiziert worden. Nach den heutigen Berechnungen wird die Zahl aufgrund eines Geburtenanstieges und des Flüchtlingszustroms 941 betragen.

Manfred Wolf (FDP) sprach sich ebenfalls dafür aus, die Schulstandorte in Blexen und Einswarden unangetastet zu lassen. Er wies aber darauf hin, dass die Zweizügigkeit aus pädagogischen Gründen zu den Maximen des Schulentwicklungskonzeptes gehört, welches die Stadt vor zwei Jahren beschlossen hat.

 Pädagogische Qualität

Das bestätigte Dr. Tilman Kaethner (CDU): „Wir haben Qualität in den Mittelpunkt gestellt.“

Die Verwaltung kommt in ihrer Schulanfänger-Statistik und -Prognose zu dem Schluss, dass die Grundschulen in Blexen und in Einswarden in den kommenden sechs Schuljahren wie bisher zwischen einer Ein- und Zweizügigkeit pendeln werden.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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