LEMWERDER Durch ein Schulpraktikum seinen Traumberuf zu finden, das gelingt nicht jedem Schüler auf Anhieb. Anders bei Jesse Rohde und Philip Janssen aus den Klassen 9 H und 9 R der Eschhofschule Lemwerder.

Der 14-jährige Jesse wollte eigentlich immer etwas mit Tieren machen, war er sich sicher. Bei seinem ersten Praktikum in der 8. Klasse beim Tierarzt, stellte er jedoch fest, dass Tierarzthelfer nicht das Richtige für ihn ist. „Ich fand’s eher langweilig“, so der Eschhofschüler. Nun schnuppert der Altenescher seit zwei Wochen in einen ganz anderen Beruf hinein: Jeden Tag von 7 bis 14 Uhr verbringt er seine Zeit in der Landschlachterei Schölzel und schaut Fleischermeister Oliver Horn bei seiner Arbeit über die Schulter. „Ich hatte das schon oft im Fernsehen gesehen und gedacht, das könnte mir auch gefallen“. Und richtig. „Schon am ersten Tag hat es mir Spaß gemacht“, so Jesse, der mit seiner Praktikumswahl bei seinen Mitschülern teils auf Unverständnis stieß. „Er ist sehr engagiert und hat eine gute Auffassungsgabe“, urteilte Oliver Horn über seinen Praktikanten. Jesse übernimmt schon selbstständig Aufgaben. Besonderen Spaß bereitet ihm das „Füttern“ des Fleischwolfes. „Ich habe sogar eine Fleischwurst selbst gemacht.“ Auf jeden Fall ist das der Beruf, den der Eschhofschüler erlernen will. „In zwei Jahren ist der Betrieb auch so weit, dass er ausbilden darf“, hat Jesse die Weichen für die Zukunft gestellt.

Ebenso glücklich über die Wahl seines Praktikumsplatzes ist auch Realschüler Philip Janssen. Während ihm das erste Praktikum in einer Tischlerei ebenfalls weniger zugesagt hatte, fand er nun einen Platz im Hort der Kita Lemwerder. Die Hort-Mitarbeiter freuten sich, ihr ehemaliges Hort-Kind wieder bei sich zu haben. „Es macht mir Spaß mit Kindern umzugehen und ich kann das auch sehr gut“, behauptet er von sich. Doch nicht nur das Spielen und das Betreuen der Hausaufgaben gehört zu seinen Aufgaben. Manchmal muss er auch Brot einkaufen oder Hort-Mitarbeiter Manfred Klindt zur Hand gehen. Auch das tägliche Tischdecken für das Mittagessen gehört zum Hortalltag dazu und wird von dem

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Altenescher erledigt.

„Philip hat einfach den Überblick und ist eine Entlastung in allen Bereichen“, urteilte auch Hort-Mitarbeiterin Gitte Wendelken. „Ich glaube, Philip ist der erste Praktikant, der diesen Weg auch einschlagen wird“, ist Gitte Wendelken sich sicher.

So gab es für die Klassenlehrerinnen Hiltrud Teckentrupp und Christine Martin in diesen beiden Fällen durchweg positive Resonanz der Praktikumsbetriebe.

Doch auch für andere Schülerinnen und Schüler freute sie sich über die getroffene Wahl. So durfte sie zum Beispiel Fußballerin Meggie Schröder bei ihrem Verein Werder Bremen und Jana Nobis in einer Bremer Goldschmiede betreuen. „Meggie durfte sogar ein Interview mit Claudio Pizarro betreuen“, so die Lehrerin sichtlich beeindruckt.

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