Nordenham Warum werden rechtsextreme Parteien zur Wahl zugelassen? Diese Frage beschäftigt die Schüler der Klasse 7a der Hauptschule Abbehausen ganz besonders.

Als Vorbereitung auf die Aktion „Schüler wählen“ der Nordwest-Zeitung haben sich die Mädchen und Jungen mit der Bundestagswahl am 22. September beschäftigt.

Neben der Hauptschule Abbehausen beteiligen sich in Nordenham auch die Oberschule I sowie die Haupt- und Realschule am Luisenhof an der Schülerwahl der NWZ . 668 nicht wahlberechtigte Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren geben in Nordenham zum ersten Mal ihre Stimme ab.

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Den Anfang hatte am Dienstag die Haupt- und Realschule am Luisenhof gemacht. 300 Mädchen und Jungen wählten. 15 Klassen von Jahrgangsstufe 7 bis 10 waren dabei (die NWZ  berichtete).

Die Jugendlichen dürfen „entscheiden“, welche Partei und welcher Direktkandidat aus dem Wahlkreis 28, zu dem die Wesermarsch gehört, in den Bundestag einziehen sollen. Um die Entscheidung zu erleichtern, behandeln die Lehrer im Unterricht Themen wie das Wahlrecht und gehen auf die unterschiedlichen Parteien ein, die zur Wahl zugelassen sind. „Sie verstehen nicht, warum man Parteien wie die NPD wählen darf, wenn sie gegen die Demokratie sind“, sagt die Klassenlehrerin Bettina Schubert. „Das ist ganz schwer zu vermitteln“, fügt sie hinzu. Die Schulsozialpädagogin Dagmar Schöckel koordiniert die Wahl an der Hauptschule Abbehausen. Jede Klasse stimmt separat ab. Das Prozedere ist immer das gleiche: Vor dem Klassenraum steht die Wahlurne auf einem Tisch. In alphabetischer Reihenfolge verlässt jeder Schüler den Raum, macht zwei Kreuze auf dem Wahlzettel und wirft ihn in den Karton.

An der Oberschule wählten die Schüler am Donnerstag den fiktiven neuen Bundestag. Auch an diesem Freitag wird noch abgestimmt. 250 Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren machen mit. Die Hälfte der Oberschule beteiligt sich an dem Projekt.

Die Politik- und Wirtschaftslehrer Lasse Korb und Martin Dammann bereiten die Jugendlichen besonders gründlich vor. Im Computerraum sitzt Jeder vor einem Rechner und benutzt vor dem Urnengang im Internet den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.

38 Fragen und Thesen rund um Bereiche wie Wirtschaft, Kultur, Soziales, Finanzen und Verkehr stehen zur Auswahl. Zum Schluss spuckt die Seite die Parteien aus, mit deren Programm der Nutzer am meisten übereinstimmt. Auch auf die Wahlgrundsätze – allgemein, geheim, frei, gleich und direkt – gehen die Pädagogen ein. Sie besagen zum Beispiel, dass jede Stimme gleich viel wert ist und jeder Staatsbürger das Recht hat, zu wählen.

Viele haben sich schon eine Meinung gebildet. Für René Jäckel (13) ist es wichtig, dass die Politik sich auch für die Region, speziell für Nordenham, einsetzt.

Die Stimmzettel der Schülerwahl werden in den nächsten Tagen ausgewertet, das Ergebnis veröffentlicht die NWZ   am Montag, 16. September – eine Woche vor der eigentlichen Wahl – auf Sonderseiten.


Ein Spezial unter   www.nwzonline.de/schuelerwahl 
Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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