Nordenham „Wir haben Sachen aus Ton geformt – Würfel, Schweine oder auch Vasen. Die wollen wir auf dem Nordenhamer Wochenmarkt für arme Kinder verkaufen“, sagt Levin Hansel (11) und fügt hinzu: „Denn wir haben im Religionsunterricht das Thema Kinderrechte. Wir haben auch Filme über Kinder gesehen, die arbeiten müssen und nicht zur Schule dürfen.“

Auch Maiko Pump (11) findet nicht richtig, dass Kinder zum Beispiel in Steinbrüchen in Indien arbeiten müssen.

Ebenso wie die anderen 23 Schüler aus zwei fünften Klassen des Gymnasiums Nordenham hofft Dana Pargmann (11), dass an diesem Freitag in der Zeit von 9.45 bis 11 Uhr bei der Spendenaktion der Schüler auf dem Nordenhamer Marktplatz „mindestens 100 bis 200 Euro zusammenkommen werden.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Lehrerin Meike Wassmann sagt dazu: „Es wird nicht die immense Summe dabei herauskommen, aber die Kinder werden ihre Bestes geben.“

In ihrem Unterricht in evangelischer Religion hatte Meike Wassmann eine Farbfolie von einer Hand auf den Overheadprojektor gelegt. Die Schüler reagierten entsetzt, als klar wurde, dass die kleine faltige Hand nicht einem alten Menschen, sondern einem sechsjährigen Jungen gehört, der den ganzen Tag in einer Lehmgrube in Mexiko schuften muss. Er muss rackern, um seine Familie zu unterstützen, die sich in Schuldknechtschaft befindet.

Damit stand das Thema der nächsten Unterrichtseinheit fest: Kinderrechte. Je mehr die Schüler dann über das Elend anderer Kinder erfuhren, umso größer sei der Wunsch geworden, auch etwas gegen den Missbrauch von Kinderrechten zu tun, berichtet die Religionslehrerin. Spontan sei die Idee entstanden, Geld zu sammeln.

In einer Doppelstunde haben die 24 Schüler kleine Kunstwerke aus Ton hergestellt, die sie an diesem Freitag auf dem Nordenhamer Marktplatz gegen eine Spende abgeben möchten.

Bei einer Internet-Recherche sind die Schüler auf die Organisation Xertifix gestoßen. Dieser 2005 gegründete Verein bekämpft Kinder- und Sklavenarbeit in asiatischen Steinbrüchen und Verarbeitungsbetrieben und tritt für faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen Erwachsener ein.

Lehrerin Meike Wassmann ist überzeugt, dass ihre Schüler mit der Unterstützung von Xertifix einen wirksamen Beitrag leisten können für faire Arbeit für Erwachsene und für gute Schulen und Zukunftschancen für Kinder. „Wir würden uns auf jeden Fall über viele Besucher auf dem Marktplatz am Eingang der Fußgängerzone freuen.“


     www.xertifix.de/kinderarbeit/projekt 
Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.