ELSFLETH Am Anfang war das Stühlerücken, noch ein Stück und noch ein Stück nach links oder rechts, dann klappte es auf Tuchfühlung auch mit dem Nachbarn und der „Tag der Diplomanden“ konnte in der überbesetzten Aula des Fachbereichs im „gewohnt würdigen Rahmen“ (so Dekan Professor Dr. Klaus Jürgen Windeck, der sich für die „gymnastische Einlage des Stühlerückens“ entschuldigte) gefeiert werden. Gefeiert wurden 61 Absolventen der Studiengänge Nautik, Internationales Transportmanagement und Seeverkehrs-und Hafenwirtschaft mit Grußworten und Gratulationen, mit dem Gesang des Visurgen-Shanty-Chores und einer hinreißenden Klaviereinlage der Nautik-Studentin Susanne Berner.

Kunstvolles Völkchen

Den Reigen der Grußworte eröffnete der Vizepräsident der Fachhochschule Ostfriesland/Oldenburg/Wilhelmshaven, Professor Dr. Manfred Weisensee, der Parallelen zwischen dem fiktiven Ort „Waldzell“ aus dem Roman „Das Glasperlenspiel“ von Hermann Hesse und dem Studienort Elsfleth herausgefunden haben wollte. Seine Gratulation galt dem „kunstvollen Völkchen der Nautiker“, eingeschlossen die SHW- und ITM-Absolventen.

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Angesichts der „fast erschreckenden“ Entwicklung des Fachbereichs und der drangvollen Enge in der Aula riet Weisensee der Stadt Elsfleth, einen weiteren Ausbau rasch in Angriff zu nehmen. Nach der Entfusionierung werde die künftige Hochschule offiziell FH Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth genannt werden, stellte Weisensee in Aussicht, mit dem „Künstlernamen“ Jade-Weser-Hochschule seien auch die Oldenburger nicht ganz uneinverstanden.

Das Thema Campuserweiterung griff dann Bürgermeister Diedrich Möhring auf. Die Bautätigkeit auf dem Elsflether Campus in den vergangenen Jahren könne man schlicht als einmalig bezeichnen, so Möhring. Die Stadt Elsfleth habe die feste Zielsetzung, die Erweiterung des Campus mit allen Konsequenzen fortzusetzen.

Auf zahlreichen Stationen ihrer Studienjahre hatte der Verein „Freunde der Seefahrtschule“ die Absolventen begleitet. Daran erinnerte der Vereinsvorsitzende Erhard Bülow. Er ermunterte die Diplomanden, den Kontakt untereinander und zum Fachbereich über das Ehemaligen-Netzwerk zu halten.

Viel gelacht und gefeiert

Im Namen ihrer Kommilitonen ließen die Absolventen Heiko Folkerts und Til Grüne die Studienzeit Revue passieren. In Elsfleth sei viel gelacht und viel gefeiert worden, so das Duo. Man sei im kleinen Studienort aber auch zu der Erkenntnis gekommen, dass 700 Studenten mehr über einen wüssten, als man selbst.

Das Schlusswort blieb dem Dekan vorbehalten. Ihm war zu Ohren gekommen, dass bereits Kritik an den Vorlesungsräumen im neuen Campus-Gebäude laut geworden war. Windeck mit einem Augenzwinkern: „Es hieß, die Räume seien nicht klausurgeeignet, weil die Tische zu weit auseinander stünden. Ich sage, bei den Prüfungen haben wir es nicht gerne so furchtbar kuschelig.“

Darüber hinaus freute sich Windeck, mitteilen zu können, dass – mit dem Einverständnis Wilhelmshavens – Elsfleth als der größte maritime Fachbereich Deutschlands für den neuen maritimen Masterstudiengang zum Wintersemester 2009/2010 festgeschrieben wurde. Windeck: „Es wird eine Pionierzeit werden.“

Infos unter www.fh-oow.de/fbs

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