Lemwerder Über eine Zusammenlegung der beiden Grundschulen Mitte und Deichshausen wird derzeit in Lemwerder diskutiert. Von der Gemeindeverwaltung angedacht ist eine Vereinigung der Einrichtungen unter einer Schulleitung. Die Grundschule Deichshausen würde als Außenstelle weitergeführt. Um die Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses zu vergleichen, wurde bereits ein Arbeitskreis aus Vertretern von Verwaltung, Schule und Eltern gebildet.

Im Schulausschuss am Donnerstagabend in Lemwerder diskutierten auch die Politiker über das Thema. „Die Formulierung ist widersprüchlich, Es geht nicht um eine Schließung der Schule in Deichshausen“, ging Meinrad Rohde (SPD) auf die Sorgen der Eltern ein. „Es soll eine Schulleitung geben, mehr nicht. Kein Schulgebäude wird aufgelöst.“

Zweifel an Idee

Brigitta Rosenow (Bündnis 90/Die Grünen) hatte Zweifel an der Idee der Zusammenlegung. „Wenn es eine Haupt- und eine Außenstelle gibt, stehen sich die Schulen nicht auf Augenhöhe gegenüber“, sagte sie. „Ich mache mir Sorgen, ob die Außenstelle genug Beachtung findet oder am Ende als das ungeliebte Kind dasteht. Mir wären deshalb zwei Schulleitungen lieber.“ Die Schülerzahlen für den Einzugsbereich Deichshausen seien zudem stabil.

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Auf die Meinung der Eltern zum Thema Schulzusammenlegung will Wolf Rosenhagen (CDU) hören. „Wir sollten erst alle Argumente anhören“, sagte er. Die Grundschule in Deichshausen solle nicht abgewertet werden. Harald Schöne (FDP) sagte: „Das Wort Außenstelle hat einen bitteren Beigeschmack. Es gibt aber das Problem, dass sich für so kleine Schulen immer schlechter Rektoren finden lassen.“ Er plädierte auf eine frühzeitige Einbindung der Eltern und eine Entscheidung ohne Zeitnot.

Bürgermeisterin Regina Neuke versprach, im Arbeitskreis mit den Eltern alle Argumente für und gegen eine Zusammenlegung genau zu prüfen. Für eine Entscheidung stehe man nicht unter Zeitdruck. Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema plant die Gemeindeverwaltung am Dienstag, 10. März, um 19 Uhr in der Begu.

Viel los im Jugendtreff

Über seine Arbeit in Lemwerder berichtete im Ausschuss für Jugend, Schule und Kultur, ebenfalls am Donnerstag, Jugendpfleger Leo Farwick. Sehr gut angenommen werde immer noch die Fahrradwerkstatt am Jugendtreff. Dort werden alte Räder repariert und weitergegeben – meist an Flüchtlinge. Einmal in der Woche wird im Jugendtreff gemeinsam gekocht. „Dieser Nachmittag ist sehr gut besucht“, so Farwick. Einmal im Monat wird im „internationalen Café“ gemeinsam mit jungen Flüchtlingen gekocht. Den älteren Jugendlichen hilft Leo Farwick im Jugendtreff bei Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsplätze. Fünf Schüler konnten auf diese Weise ein Praktikum ergattern, einer wurde für eine Lehrstelle angenommen.

Offen ist derzeit noch, ob im Sommer wieder ein Camp des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes (IJGD) stattfindet. Jugendliche aus aller Welt sollen dann ehrenamtlich eine BMX-Strecke neben dem Jugendtreff bauen. Das Projekt würde 5000 Euro plus Material kosten.

Friederike Liebscher Redakteurin / Lokalredaktion
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