Nordenham Erstmals in ihrer fast 40-jährigen Geschichte hat die Arbeitsgruppe Landesgeschichte im Rüstringer Heimatbund über tausend Gäste bei ihren heimatkundlichen Klönabenden gezählt. Den Erfolg führt der Vorsitzende Hans-Rudolf Mengers auf das „attraktive und ausgewogene Programm“ zurück, das regelmäßig an jedem ersten Dienstag im Monat in der Gaststätte Butjadinger Tor in Abbehausen geboten wird.

Für viele Heimatfreunde haben diese Zusammenkünfte seit der Gründung der Arbeitsgruppe im Jahr 1979 einen festen Stellenwert. Einerseits bietet sie den forschenden Mitgliedern im Rüstringer Heimatbund sowie Forschern anderer Organisationen ein Forum zur Vorstellung ihrer Arbeiten. Andererseits besuchen die Gäste die Veranstaltungen, um Neuigkeiten und Informationen über den Stand der aktuellen Forschung zu erhalten.

Heidi Millies referiert beim Klönabend. BILD: Grawe

Langwarder Lehrer im 19. Jahrhundert

Zum ersten Klönabend im neuen Jahr lädt die Arbeitsgruppe Landesgeschichte im Rüstringer Heimatbund für diesen Dienstag, 8. Januar, ein. Nach einem kurzen Jahresrückblick stehen dabei die Schicksale mehrerer Lehrer, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Butjadingen tätig waren, im Mittelpunkt. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Landhotel Butjadinger Tor in Abbehausen. Der Eintritt ist frei.

Referentin des Abends ist Heidi Millies aus Oldenburg. Sie berichtet über das Schicksal ihres Vorfahren Diedrich Gerhard Hoppe und zwei seiner Lehrerkollegen. Die Akte Hoppe lagert im Niedersächsischen Landesarchiv Oldenburg und bietet einen interessanten Einblick in die sozialen und politischen Verhältnisse vor zweihundert Jahren. Am Lebensschicksal dieser Menschen lässt sich diese Zeit lebendig nachvollziehen.

Heidi Millies ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Quellenerschließung“ der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde. Auf das Thema ist sie bei Forschungsarbeiten im Landesarchiv gestoßen. Sie ist auch beim Rüstringer Heimatbund keine Unbekannte und hat vor einigen Jahren schon einmal einen Vortrag über die Geschichte der Familie Töllner aus Heuberg gehalten.

Es sind aber nicht nur die Stammgäste, die die Veranstaltungen gerne wahrnehmen, sondern auch viele Gelegenheitsbesucher, die sich für bestimmte Themen interessieren. So kommt es zu großen Unterschieden bei den Besucherzahlen. Die wenigsten Gäste im vergangenen Jahr verbuchte die Arbeitsgruppe im September (44), die meisten im Januar (220).

Insgesamt waren im abgelaufenen Jahr 1074 Besucher zu den 12 Veranstaltungen gekommen. Im Durchschnitt also 89. Die Zahl lag deutlich über der des Vorjahres. Der Einzugsbereich erstreckt sich über die ganze Wesermarsch, aber auch aus Bremen, Oldenburg und Friesland reisen Teilnehmer an.

Mitglieder aus den eigenen Reihen bestreiten nur noch etwa die Hälfte der Vorträge, während die übrigen von auswärtigen Fachleuten gehalten werden. Das hat sich als gute Mischung erwiesen. Einige Referenten vertreten Organisationen, die mit dem Heimatbund in enger Verbindung stehen. So gelingt es gleichzeitig, den Austausch mit diesen Einrichtungen zu pflegen. Die Themenpalette reichte im vergangenen Jahr von der Weihnachtsflut 1717 bis zu „Wilhelm Oltmanns, der Mutige“.

Die Arbeitsgruppe Landesgeschichte setzt ihre Veranstaltungsreihe in bewährter Weise fort. Folgende Veranstaltungen – Beginn ist immer um 19.30 Uhr im Butjadinger Tor – sind für 2019 geplant:
8. Januar, Heidi Millies: „Schule im 19. Jahrhundert – Der Lehrer D.G. Hoppe in Langwarden“
5. Februar, Heddo Peters, Hans-Rudolf Mengers: „Alma Rogge – Aus ihrem Leben und Werk“
5. März, Dr. Svea Mahlstedt: „Siedlungsspuren in der Nordsee“
8. April, Franz Otto Müller: „Seltene Vögel in der Wesermarsch“
8. Mai, Dr. Jana Fries: „Neuere Erkenntnisse der Wurtenforschung“
4. Juni, Professor Dr. Rolf Schäfer: „Die Johanniter in der Wesermarsch“
2. Juli, , Klaas Heinrich Peters: „Der Butjadinger Zuwässerungskanal und die 1. Weserkorrektur“
6. August, Jubiläumsfeier 40 Jahre Heimatkundlicher Klönabend
3. September, Professor Dr. Hansjörg Küster: „Hansestädte und Marschen im Warentausch“
1. Oktober, Theodor Köhne: „Langlütjen – Festungen in der Unterweser“
5. November, Heddo Peters: „1419 Revolution in Butjadingen“
3. Dezember, Meinhard Wefer: „Milobarus – Erinnerungen an den stärksten Mann der Welt“

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