Nordenham „Bitte ein Schulsanitäter zum Sekretariat!“ Diese Durchsage ist fast täglich im Nordenhamer Gymnasium zu hören. Sie werden gebraucht, die Schulsanitäter. Seit 2003 gibt es die Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium. Schüler der Klassen neun bis zwölf können daran teilnehmen.

Bevor es losgeht, müssen die Schüler eine Ausbildung zum Sanitätshelfer absolvieren. Diese findet an vier Wochenenden bei den Johannitern des Ortsverbandes Nordenham statt, mit dem der Schulsanitätsdienst eng zusammenarbeitet. Nach Abschluss der Ausbildung kommen die Schulsanitäter zum Einsatz. Damit nicht alle 18 Teilnehmer der AG gleichzeitig losstürmen, wenn sie per Lautsprecherdurchsage angefordert werden, gibt es einen Dienstplan. Um den kümmert sich die Lehrerin Meike Wassmann. Auch die regelmäßigen Treffen für Fortbildungen organisiert die Lehrerin. „2008 habe ich den Schulsanitätsdienst übernommen“, sagt sie, „und es macht mir noch immer Spaß.“

Im Jahre 2014 haben 8 der damals 25 Schulsanitäter als Team beim Schülerwettbewerb „Erste Hilfe – Hand aufs Herz“ ihr Können unter Beweis gestellt. Die Gruppe hat bei diesem Wettbewerb in Bremen den neunten Platz erreicht – unter 78 teilnehmenden Schülergruppen.

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Um ihre Mitschüler bei Bedarf versorgen und ihnen Ruhe geben zu können, haben die Schulsanitäter einen eigenen Raum in der Schule. Neben einer Liege und Schränken für Materialien zur Erstversorgung, sind dort auch ein Rollstuhl und ein Rucksack mit den wichtigsten Gegenständen zu finden. In diesem Rucksack ist alles Notwendige bei einem Einsatz schnell zur Hand.

Die Schulsanitäter sind auch bei größeren Schulveranstaltungen jederzeit einsatzbereit, nicht nur auf dem Schulgelände, sondern auch bei Veranstaltungen in der Jahnhalle und bei Sportfesten. Bei solchen Einsätzen ist es ihre Aufgabe, Verletzungen so gut es geht zu versorgen. So wurden schon Frakturen, Platzwunden oder auch Kreislaufprobleme behandelt. Von kleineren Wehwehchen, die mit einem Wundschnellverband oder einer Sofortkühlkompresse behandelt werden, bis zu schwerwiegenderen Einsätzen, bei denen der Rettungsdienst alarmiert werden muss, ist alles dabei.

Das Schöne an dem Konzept ist, dass es „einerseits unsere sozialen Kompetenzen steigert und man andererseits lernt, anderen zu helfen“, erzählt Jeldric Kiene. Er besucht zurzeit die zehnte Klasse des Gymnasiums und ist seit Ende vergangenen Jahres im Dienst. Alexander Kuckei ist gerade in der Oberstufe und dem Schulsanitätsdienst seit zwei Jahren treu. Er stimmt seinem Kollegen zu.

Die Mehrheit der Sanitäter könnte sich eine berufliche Ausbildung in diesem Bereich vorstellen. Bis es soweit ist, geben sie im Schulsanitätsdienst ihr Bestes und freuen sich, ihren Mitschülern weiterhin helfen zu können.

Zum Schulsanitätsdienst am Nordenhamer Gymnasium gehören zurzeit Jeldric Kiene, Jan-Niklas Röben, Alexander Kuckei, Léon Kottke, Lars Grüneisen, Mattis Wieting, Lilly Menzel, Neele Kleen, Henry Wulff, Nicole Matera, Niklas Petermann, Bele Wegner, Luca-Pascal Göttler, Luca Buhrmann, Lena Krause, Özlem Karaboyun, Anneke Schwarting, Jonas Eilers und Lehrerin Meike Wassmann.

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