Nordenham An diesem Freitag ist es genau fünf Jahre her, dass die Bürgermeister von Nordenham und Saint-Ètienne-du-Rouvray den Vertrag über die Partnerschaft beider Städte unterschrieben haben. Seitdem hat es vor allem auf kultureller Ebene einen regen Austausch gegeben. Was bislang fehlte, waren Begegnungen zwischen Schülern. Das ist seit dieser Woche anders. Seit Montag ist eine siebenköpfige Schülergruppe aus Saint-Étienne an der Oberschule I zu Gast.

Die Jungen und Mädchen sind 14 bis 15 Jahre alt. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Isabelle Berge und dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees in Saint Ètienne, Jacques Dutheil, bleiben sie bis diesen Freitag in Nordenham. Jacques Dutheil freut sich sehr darüber, dass der Schüleraustausch endlich zustande gekommen ist. Er hatte sich viele Jahren dafür eingesetzt. Auch Harald Nolte, Französisch-Lehrer an der Oberschule, freut sich über den Austausch, weil er den Schülern praktische Spracherfahrungen ermöglicht. Das sieht Isabelle Berge genauso. Sie wünscht sich, dass deutsche und französische Schüler per E-Mail oder Skype miteinander kommunizieren. „Das würde den Unterricht lebendiger machen.“

Isabelle Berge hat die Erfahrung gemacht, dass es nicht ganz einfach ist, französische Schüler für die deutsche Sprache zu begeistern. Die deutsche Sprache gelte bei vielen Schülern als schwer und ein wenig elitär. An der Oberschule gehört Französisch auch nicht zu den beliebtesten Fächern. Nach den Worten der Schulleiterin Heidrun Beck wird das Fach von den meisten Schülern abgewählt, sobald dies möglich ist. Beide Seiten haben nun die Hoffnung, dass mit dem Schüleraustausch das Interesse an der jeweils anderen Sprache gefördert wird.

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„Der Anfang ist gemacht“, freut sich Konrektor Torsten Lange. Der Schüleraustausch mit Saint-Étienne soll zu einer festen Einrichtung werden. Harald Nolte möchte am liebsten im September mit seinen Schülern zum Gegenbesuch starten. Noch ist allerdings die Finanzierung nicht geregelt. Nach den Worten von Torsten Lange bemüht sich die Oberschule zudem um einen Austausch mit einer Schule in Nordenhams englischer Partnerstadt Peterlee.

Die französischen Schüler, die möglicherweise als Pioniere des Schüleraustausches in die Geschichte der Städtepartnerschaft eingehen, fühlen sich in Nordenham sehr wohl. Am Dienstag haben sie Bremen besucht, heute sind sie in Bremerhaven. Auch den Unterrichtsalltag an der Oberschule haben sie bereits kennengelernt. Jean-Roi Filankembo zum Beispiel war sehr angetan davon, dass eine Schulstunde in Deutschland zehn Minuten kürzer ist als in Frankreich. Marie-Louange Manishimwe ist aufgefallen, dass es unter den Schülern in Nordenham kaum Streit gibt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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