Atens Noch steht nicht fest, ob und wann die Stadt das nötige Geld für eine Mensa an der Grundschule Atens aufbringen kann. Verwaltung und Rat setzen auf Zuschüsse von 90 Prozent aus einem neuen Programm des Bundes, das Investitionen der Kommunen fördern soll. Wenn alles glatt läuft, soll die Mensa bis zum Sommer nächsten Jahres gebaut werden, damit ab Schuljahr 2018/19 die noch fehlende Voraussetzung für den Start einer offenen Ganztagsschule geschaffen werden kann. Doch jetzt gibt es Differenzen über die Kosten.

Mit dem Vorbehalt der Förderung hat der Stadtrat bereits 300 000 in den Haushalt für das Jahr 2018 eingeplant. Doch jetzt will die Schule nicht ohne Weiteres auf die ursprünglich bevorzugte Planung eines Anbaus verzichten. Die Verwaltung schlägt dagegen einen deutlich kostengünstigeren Umbau innerhalb des Schulgebäudes vor.

Belastet wird die Diskussion nach wie vor durch die große Enttäuschung bei Eltern und Schule. Sie ist entstanden, weil der Stadtrat im Juni vergangenen Jahres die Umwandlung in eine offene Ganztagsschule zum 1. August dieses Jahres befürwortet und beschlossen hatte, die dafür nötigen Leistungen zu erbringen. Daraus ist jedoch wegen der Finanzknappheit der Stadt nichts geworden.

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Nun hat die Verwaltung dem Schulausschuss vorgeschlagen, dass gemeinsam mit der Schule eine Lösung für den Betrieb der Ganztagsschule durch Umbau und eben nicht durch einen Anbau entwickelt wird.

Denn für einen Mensa-Anbau müssten nach Berechnungen der Verwaltung 869 000 Euro investiert werden – wegen der ungünstigen Bodenverhältnisse und Herausforderungen der Versorgung. Die Kosten für eine kleinstmögliche Anbauversion würden sich auf etwa 700 000 Euro belaufen.

Dagegen würde ein Umbau 370 000 Euro kosten. Kosten für Inventar kämen hinzu.

Dafür müssten drei Unterrichtsräume umgewandelt werden. Der Schule blieben dann acht Klassenräume und drei Räume für Fachunterricht. Zudem würde für Schulzwecke die künftig leerstehende Hausmeisterwohnung zur Verfügung stehen.

Die Schulleitung hat bereits erklärt, dass sie eine Ganztagsschule nicht mit einem Provisorium oder einer Zwischenlösung im Mensabereich führen möchte.

Der Bildungsausschuss unterbrach seine Sitzung, um Schulleiterin Birgit Wulf anzuhören.

Die Schulleiterin sagte: „Ich bin grundsätzlich bereit, über alles zu reden, finde es aber sehr bedauerlich, dass es keinen Anbau geben soll, obwohl auch dafür ein Zuschuss von 90 Prozent erhältlich wäre.“ Die Schule müsse nun prüfen, ob sie bei einem Umbau ihre Qualität halten kann. Darüber müsse in den Gremien der Atenser Grundschule beraten werden, sagte die Schulleiterin.

Anschließend schlug Maik Buhr (SPD) vor, dass der Ausschuss noch keinen Beschluss fasst, sondern zunächst in den Stadtratsfraktionen beraten wird. Diesem Vorschlag folgten alle Ausschuss-Mitglieder. Somit bleibt das Ergebnis der Beratungen von Schule und Fraktionen abzuwarten.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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