Nordenham Mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Grundschulkonzept wollte der Stadtrat der hitzigen Standortdiskussion ein Ende setzen und klare Strukturen für die Zukunft schaffen. Doch schon jetzt zeichnen sich erste Veränderungen in dem Leitpapier ab. Zum einen erfolgt die Auflösung der Grundschule Phiesewarden bereits in diesem Sommer und damit ein Jahr früher als geplant (die NWZ  berichtete). Zum anderen darf sich die katholische St.-Willehad-Schule verstärkt Hoffnungen machen, dass ihr die Schließung erspart bleibt.

Nach dem verabschiedeten Konzept soll 2017 eine Entscheidung darüber fallen, wie es mit der Grundschule St. Willehad weitergeht. Entsprechend hatte der Schulausschuss des Stadtrates vor einigen Monaten die erbetene Einrichtung eines Computerraums mit dem Argument abgelehnt, dass solche Investitionen aufgrund der offenen Standortfrage vorerst nicht in Frage kämen. Aber als dieser Antrag nun in in der jüngsten Sitzung des Stadtrates erneut zur Sprache kam, sah die Sache plötzlich ganz anders aus.

Anstatt den Wunsch der Schule abzulehnen, beschloss der Rat bei einer Gegenstimme, die Entscheidung zu vertagen und vorsorglich 25 000 Euro mit einem Sperrvermerk in den Haushaltsplan für dieses Jahr aufzunehmen.

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„Bildung ist unser wichtigstes Gut“, sagte FDP-Vormann Manfred Wolf, „es muss einen Kompromiss geben, damit die Schule ihren Bildungsauftrag erfüllen kann.“ Für seinen Vorschlag, dass die Verwaltung und die Fraktionen in weiteren Beratungen nach einer Lösung suchen sollten, gab es parteiübergreifend eine große Mehrheit.

Noch einen Schritt weiter ging CDU-Chef Horst Wreden. Er machte deutlich, dass seine Fraktion nicht nur die Schaffung des Computerraums begrüße, sondern auch den dauerhaften Erhalt der St.-Willehad-Schule befürworte.

SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Brunßen zeigte sich zwar erstaunt darüber, dass das „schwer erkämpfte Grundschulkonzept aufgeweicht wird“. Aber auch seine Farben folgten mehrheitlich dem Vorschlag, noch einmal über das Thema zu beraten.

Wie berichtet, hat sich der Förderverein der St.-Willehad-Schule bereit erklärt, 10 000 Euro für neue Computerarbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Was aber fehlt, ist ein geeigneter Raum in dem Schulgebäude. Der könnte in einem Archivraum entstehen, der zurzeit vom Museum Nordenham genutzt wird. Die Fördervereinsvorsitzende Pamela Schneider wies in der Ratssitzung drauf hin, dass die Museumsleitung grünes Licht gegeben habe und die dort aufbewahrten Sachen auch woanders lagern könne. Zudem seien die Eltern bereit, sich mit Eigenarbeit zu beteiligen. Schulleiterin Elisabeth Tappe ergänzte, dass auch mit Blick auf die wachsende Zahl an Flüchtlingskindern ein zeitgemäßer Computerunterricht möglich sein müsse.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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