Wesermarsch /Varel Es riecht würzig und ungewohnt in dem Klassenraum der BBS Varel. Tomke Langediers aus Neuenburg steht an einer langen Reihe mit Schälchen. Darin befinden sich 20 Futtermittel, die die angehende Landwirtin bestimmen soll. Sie nimmt am Berufswettkampf der Landwirtschaftsauszubildenden teil, der jetzt für die angehenden Landwirte aus Friesland und der Wesermarsch in der BBS Varel ausgetragen wurde.

Sieger ermittelt

Berufsfachschule: 1. Nikolaus Danielmeyer (Zetel); Cornelius Folkertsma (Jever); 2. Kilian Janßen (Stadland), Tim Kohlrenken (Varel); 3. Tanno Wil Luks (Jade), Hauke Gerriets (Schortens).

Vorletztes Ausbildungsjahr: 1. Andy Ostendorf (bei C. Meiners), Butjadingen; 2. Jantje Reitsma (bei Luer Kaemena, Rotenhahn); 3. Florian Warnken (bei P. Schorlemmer), Schortens;

Letztes Ausbildungsjahr: Jelko Onken (bei Helmerichs), Zetelermarsch; 2. Gertje Hingst (Schortens); 3. Kristin Pille (bei Kurt Metzner), Varel

Nummer sechs ist offenbar das schwierigste, Theis Oltmanns aus Neuenwege schaut sich die Suche der Landwirtschaftsauszubildenden nach der richtigen Antwort an. Er ist einer der Prüfer beim Berufswettkampf der Landwirtschaftsjugend. Er zeigte sich aber angetan vom Wissen der Auszubildenden. „Das läuft ganz gut“, sagte Oltmanns, und Janderk Giesecke (Neuenwege), einer der weiteren Prüfer in der Station Futtermittelbestimmung, stimmte ihm zu.

In einer Werkstatt der BBS war eine weitere Station untergebracht. Die Aufgabe umriss Oberstudienrat Frank Mühlenstedt, der den Berufswettkampf organisiert hatte: Ein Anhängerkabel war abgerissen, die Auszubildenden sollten den Schaden reparieren – so wie es auf dem Hof alltäglich passieren kann.

Sarah Cwik (19) kommt aus dem Bergischen Land, wo die Eltern einen Milchviehbetrieb haben. Ihre Lehrer absolviert sie auf einem Hof in Seefeld (Wesermarsch), zu dem neben Milchvieh auch eine Biogasanlage gehört. Sie schätzt an dem Berufswettkampf die interessante Prüfungssituation, die auf eine spätere Prüfung vorbereitet. So sieht es auch Tammo Steen (19) aus Kanalpolder in Ostfriesland. Er absolviert seine Landwirtschaftslehre in einem Betrieb in Butjadingen, der sich auf zwei Geschäftsfelder spezialisiert hat – Ackerbau (150 Hektar) und Milchwirtschaft (120 Milchkühe). Tammo Steen kommt nicht aus der Landwirtschaft, er will studieren – entweder Landwirtschaft oder Maschinenbau, Fachrichtung Landtechnik.

Lars Stöver (19) aus Abbehausen ist ein weiterer Auszubildender, der an dem Wettbewerb der grünen Berufe teilnahm. Er absolviert seine Lehre bei Henning Cornelius aus Klein-Tossens. Sein Onkel hat einen landwirtschaftlichen Betrieb, den er übernehmen könnte. „Die Veranstaltung bietet eine gute Möglichkeit, auf die Prüfung vorzubereiten“, sagt er zum Berufswettkampf.

Der Wettbewerb war am Morgen vom Landvolkgeschäftsführer Manfred Ostendorf eröffnet worden. Ziel sei es, die Lust zur Weiterqualifizierung im beruflichen und persönlichen Bereich zu verdeutlichen: „Berufswettbewerb bedeutet lernen, dabei Spaß haben und Leute in den gleichen Lebenszusammenhängen kennen lernen.“ Gleichzeitig solle dieser Wettbewerb der Öffentlichkeit die Vielfalt der grünen Berufe, in denen umfassende Qualifikationen notwendig sind, dargestellt werden. Die Siegerinnen und Sieger nehmen am Gebietsentscheid teil. Danach geht es zum Landesentscheid.


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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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