Moorsee Nach der Saison ist vor der Saison – so könnte das Motto für Jan Christoph Greim lauten. Denn der Leiter des Museums Moorseer Mühle hat mit dem Jubiläumsjahr des Museums gerade erst einen ganzen Reigen von Veranstaltungen hinter sich gebracht, da steckt er schon wieder mitten in den Vorbereitungen auf die neue Saison.

Rund 9000 Besucher konnte das Team der Moorseer Mühle im vergangenen Jahr verzeichnen. Das seien ein bisschen weniger als noch im Jahr 2017 gewesen, sagt Jan Christoph Greim. Doch 2017 hatte die Veranstaltung „Mühlenzauber“ im November allein rund 1500 Besucher nach Moorsee gelockt.

2018 war die Veranstaltung jedoch in das Museum Nordenham verlegt worden, weil die Mühle schlichtweg nicht über genügend Parkplätze verfügt und das Museum durch seine zentrale Lage mitten in der Stadt für viele sogar fußläufig erreichbar ist. „Wenn man diese Veranstaltung herausrechnet, hatten wir im vergangenen Jahr sogar einen leichten Anstieg der Besucherzahlen“, sagt Jan Christoph Greim.

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Auch in der neuen Saison hofft der Museumsleiter natürlich auf zahlreiche Gäste. Die Hauptsaison beginnt am 1. April. Und so viel sei schon verraten: Es wird eine neue Sonderausstellung geben. „Die spinnen! Vom Handwerk zum Sprachgebrauch“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die sich mit der Herkunft von Sprichwörtern befasst. Die neue Sonderausstellung soll mit Saisonstart eröffnet werden.

Neue Kooperationen

Auch zwei neue Mitarbeiterinnen werden die Gäste in der neuen Saison im Mühlencafé antreffen. Gudrun Hennicke, die bis 2017 das Restaurant Weserterrassen in Nordenham geführt hatte, und Britta Speckels übernehmen die Leitung des Cafés.

Neue Kooperationen hat das Mühlenmuseum ebenfalls geschlossen. Gemeinsam mit der Oberschule 1 Nordenham ist ein Wahlpflichtkurs entstanden. „25 Schüler der 8. Klasse durchleben eine Saison an der Moorseer Mühle“, erzählt Jan Christoph Greim.

Die Teilnehmer erfahren zum Beispiel, wie Getreide und Wolle verarbeitet werden. „Die Schüler haben ein eigenes Getreidefeld angelegt“, berichtet der Museumsleiter. An einem Praktikumstag haben die Schüler auch Video-Material für die neue Sonderausstellung vorbereitet. Auch darauf können sich die Gäste in der neuen Saison freuen.

In einem neuen Projekt arbeiten die Schüler nun mit Imkern zusammen. Passend zu diesem Schulprojekt wird es 2019 die Veranstaltung „Rund um die Biene“ geben. Darin sollen auch aktuelle Aspekte wie das Insektensterben thematisiert werden.

Mit der Awo Sano hat die Moorseer Mühle ebenfalls verschiedene Programme entwickelt. Das Awo Sano Ferienzentrum in Burhave bietet gemeinnützige Familienerholung an. Die Angebote der Einrichtung sind unter anderem auf Menschen mit Behinderung, Kinder-, Jugend- und Seniorengruppen und Familien mit an Demenz erkrankten Angehörigen ausgelegt. „Vor allem Kinder mit behinderten Geschwistern müssen in der Familie oft zurückstecken. Bei uns sollen Familien die Gelegenheit haben, gemeinsam etwas zu unternehmen“, sagt Jan Christoph Greim.

Parkplatz gepflastert

Eine weitere Neuerung dürfte die Besucher der Mühle ebenfalls freuen. Der Landkreis lässt den Parkplatz der Mühle zurzeit komplett neu pflastern. „Vorher war es eher ein Schotterparkplatz“, erinnert sich Jan Christoph Greim nur zu gut.

Natürlich wird es 2019 wieder jede Menge Veranstaltungen in und um die Mühle geben. So beteiligt sich die Moorseer Mühle wieder am Museumstag und am Mühlentag. Zum bereits 31. Mal soll das Mühlenfest gefeiert werden, und bei einem Aktionstag dreht sich wieder alles rund ums Schaf. „Dieses Mal allerdings erst im Oktober“, berichtet Jan Christoph Greim.

Der Schaftag wurde zugunsten der Veranstaltung „Rund um die Biene“ vom Frühjahr in den Herbst verlegt. „Außerdem passt Wolle auch einfach besser in den Herbst“, sagt Jan Christoph Greim schmunzelnd.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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