NORDENHAM Sie sind hübsch, wissen sich anmutig zu bewegen und ihren Körper geschickt in Pose zu setzen. Intelligenz ist dabei nicht unbedingt eine Voraussetzung, um bei diversen Events erfolgreich zu sein. Die Rede ist von den Topmodels in Castingshows.

Dass sich hinter den Anforderungen erstrebenswertere Ziele verbergen können, um im Leben Erfolg zu haben, zeigten die Schülerinnen der 5. und 6. Klassen des Gymnasiums bei ihrem Model-Wettbewerb in der Außenstelle in der Südschule am Dienstag. Anders als bei den Fernsehshows, standen die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Kreativität, ein ungezwungenes Auftreten sowie die Teamfähigkeit im Vordergrund. Die sieben Fünft- und die zwölf Zehntklässlerinnen bestanden die Aufgaben mit Bravour.

Der Conferencier René Stuhrmann (11) hatte extra sein Fußballtraining abgesagt, um dabei sein zu können. „Das mache ich zum allerersten Mal“, sagte der Fünftklässler. Auf einem Spickzettel hatte er sich die anzukündigenden Programmpunkte notiert und sich auch Gedanken dazu gemacht. Die Frage in der ersten Runde, warum die Mädchen teilnehmen, beantworteten die meisten mit der Aussage, sie hätten ganz einfach Spaß daran.

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Bei der Bewertung gaben mehrere Faktoren den Ausschlag. „Wir achten auf die Ausstrahlung und die Persönlichkeit“, betonte das Jury-Mitglied Olaysha Brown und Elena Hahnel pflichtete ihr bei. Es sei ebenfalls wichtig, sich im Rhythmus der Musik zu bewegen, merkte Louisa Schröder an. Fair ging es zu bei dem Wettbewerb. Die Jury der Sechstklässler, die die Mädchen aus den Fünften bewerteten, ergänzten Hasan Gündogar und Lukas Siwak. Die Fünftklässler Simge Topal, Gülcan Özdemir, Hilal Oral und Luca Bittner fällten das Urteil über die Sechstklässlerinnen.

Die Models des Gymnasiums zeigten auf dem Laufsteg etwas Schönes mit Schmuckaccessoires, selbst geschneiderte Kleider und lösten im Team eine besondere Aufgabe. Die Fünftklässler mussten sich dabei etwas mit einem Fußball ausdenken, was ebenso trefflich gelang wie die Umsetzung der Aufgabe bei den Sechstklässlerinnen. Sie scharten sich um einen Notenständer und imitierten zahlreiche Instrumente.

Zum Abschluss stellten die Jury-Mitglieder knifflige Fragen. Wo der Eisbär lebt und wie viele Beine die Heuschrecke hat, wollte Olaysha Brown von den Kandidatinnen wissen. Hasan Gündogar bat um die Nennung von drei Ländern, die an Deutschland grenzen. Welcher Fluss durch Oldenburg fließt, wer 2002 den Titel des Fußball-Weltmeisters errang und was ein Widderzwerg ist, wurde gleichfalls gefragt. Erstaunlich war, dass die Models sogar den Namen der westdeutschen Hauptstadt vor der Wiedervereinigung nennen konnten.

Für alle Programmpunkte gab es Noten von 1 bis 3. Am Ende des Wettbewerbs standen zwei Siegerinnen fest: Lara Tabel für die 5. und Aileen Immens für die 6. Klassen. Als Covergirls werden die beiden den Titel der nächsten Schülerzeitung zieren.

Das dreiwöchige Projekt begleitete die Deutsch- und Englischlehrerin Doris Hölzel. Auch schwächere Schüler hätten die Chance genutzt, Stärke zu zeigen, sagte sie. Den Model-Wahn mit all den erschreckenden Randerscheinungen möchte die Lehrerin in einem weiteren Projekt in den Fokus rücken. Das Thema lautet dann gesunde Ernährung.

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