BRAKE „Oh, ich habe eine E-Mail bekommen!“ Renate Renken freut sich. Die 55-Jährige sitzt im Computerraum des Berufsbildungszentrums in Brake vor einem PC. Neben ihr hat Sarah Rose Platz genommen. Die Schülerin assistiert beim Öffnen und Beantworten dieser E-Mail. „Mein Mann hat mir geschrieben“, sagt Renate Renken mit einem Lächeln. Ihr Mann ist allerdings gar nicht so weit weg von ihr. Gerrit Renken sitzt auf dem Stuhl direkt neben ihr. Auch er blickt auf den Bildschirm.

Das Ehepaar aus Kötermoor nimmt an einem Fortbildungsangebot der Schülerfirma „SchubiDi“ teil. „Ran an den Computer“ heißt das Motto des Kurses, der an zwei Nachmittagen läuft. Das Thema heute: „Briefe schreiben“. Diese Aufgabe hat Gerrit Renken nun gemeistert. „Wir haben zu Hause zwar einen PC, aber damit richtig gut umgehen kann ich nicht“, sagt der 66-Jährige. Doch E-Mails schreiben kann er jetzt. Neben dem Bildschirm liegt ein Block. Eine Seite ist voll geschrieben mit der Anleitung wie E-Mails geschrieben und Programme geöffnet werden können.

Die Schülerfirma nimmt mit diesem Bildungsangebot für die „Generation 50+“ an einem Wettbewerb teil, den der Verein n21 mit NDR 1 Niedersachen und Sparkassen ausgeschrieben hat. Die Schüler müssen die Schulung selbst erarbeiten und bis Ende Februar eine Dokumentation ihrer Arbeit als Wettbewerbs-Beitrag einreichen. Es werden Preise im Wert von 20 000 Euro ausgeschüttet.

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An dem ersten Kursus nehmen neun Schüler zwischen 50 und 86 Jahren teil. Das Betreuungsverhältnis ist super: Sie werden von neun Schülern betreut. „Weil der Andrang so groß war, haben wir uns entschieden einen weiteren Kursus anzubieten“, sagt die betreuende Lehrerin Katharina Seth.

Renate Renken ist unterdessen dabei, ihrem Mann zu antworten. Sie sucht gerade passendes Briefpapier aus: „Ich wusste gar nicht, dass man das auch bei E-Mails so machen kann.“

Zum E-Mail-Schreiben hat sich Norbert Roth noch nicht vorgewagt. Er sitzt heute das erste Mal vor einem Computer. Mit dem Zwei-Finger-Suchsystem schreibt er in einem Textprogramm einen Brief. Unterstützt wird er von Saskia Engel und Inken Schäfer. Der 56-Jährige ist begeistert: „Die Schüler haben so eine Geduld – die hätte ich in ihrem Alter nicht aufgebracht.“

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