Nordenham Einmal alle Regeln brechen und einfach nur Spaß haben: Unter dem Motto „Abi Potter 2015 – Raus aus der Kammer des Schreckens“ haben sich die Absolventen des Nordenhamer Gymnasiums am Donnerstagmorgen von ihren Mitschülern und Lehrern verabschiedet.

Mit Wasserpistolen und Gummibärchen bewaffnet eroberten sie das Schulgelände und stellten nicht nur die Lehrer vor knifflige Herausforderungen. Auf einer großen Bühne heizten die Moderatoren Julian Schwuchow und Jan-Maarten Knötig dem Publikum ein. Mit Wortwitz und einer Prise Selbstironie hatten sie die Schüler schnell auf ihrer Seite.

Julian Schwuchow überzeugte außerdem mit gekonnten Lehrer-Imitationen, deren Namen die Kandidaten erraten mussten. Vorsagen war natürlich verboten und wer nicht hören wollte, bekam zur Strafe eine Wasserdusche.

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Die Aufgaben reichten vom Flachwitze-Wettbewerb bis zum Ballwurf-Quiz. Für die Schüler waren Annika Schmidt und Ole Plugge angetreten. Sie mussten sich gegen die Lehrer durchsetzen. Annika Schmidt etwa trat beim Ballwurf-Quiz gegen Torsten Radespiel an. Ole Plugge schlug sich beim Lehrer-Raten zwar wacker gegen Sebastian Wegener, verlor am Ende aber knapp. Außerdem trat er beim Sprichworte-Raten gegen Fridolin Paetow an. Den Gesamtsieg sicherte sich Annika Schmidt.

Für Kurzweil sorgten auch Videoclips, die per Beamer auf eine Leinwand projiziert wurden sowie Musik zum durch die Tische treten von Scooter. Besondere Hingucker waren von Abiturienten modifizierte Werbespots von Sinalco, Coca Cola oder Snickers.

Mit der Resonanz war das Abi-Scherz-Komitee zufrieden. Zwei Monate lang hatte es alles vorbereitet und sich auch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Eigentlich hätte es nämlich einen Umzug durch Nordenham geben sollen. Er wurde aber kurzfristig abgesagt, weil Probleme mit der Genehmigung aufgetaucht waren.

Die Stadt hatte ihre mobile Bühne zur Verfügung gestellt, so dass der Abi-Scherz erstmals nach mehreren Jahren wieder unter freiem Himmel stattfinden konnte. „Der Aufbau hat sechs Stunden gedauert. Außerdem sind 45 Müllsäcke mit zerkleinertem Unterrichtsmaterial zusammengekommen“, sagt Jan-Maarten Knötig. Die freie Zeit wollen die Jugendlichen genießen. „Vielleicht gibt es noch eine gemeinsame Feier“, erklärt Jan-Maarten Knötig.


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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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