NORDENHAM In Zeiten von Turbo-Abitur und komprimierten Lehrplänen ist auch am Gymnasium der Bedarf an Nachhilfe größer geworden. Aus diesem Grund gibt es das Projekt „Schüler fördern Schüler“ (SfS). Im März dieses Jahres ist es an den Start gegangen. Schüler ab Klasse 11 – in Ausnahmefällen ab Klasse 10 – helfen Schülern von der 5. bis zur 10. Klasse in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Für das SfS-Team hat gerade die zweite Förderperiode begonnen. Und schon jetzt zeigt sich: Der Bedarf ist groß und er wird wohl noch größer werden.

Julian Strzoda ist bei SfS unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Nach seinen Worten nehmen zurzeit rund 80 Schüler das Nachhilfe-Angebot in Anspruch. Er geht davon aus, dass es im Laufe des Schuljahres noch mehr werden. Für die Geförderten stehen insgesamt 14 Förderer zur Verfügung. „Damit können wir den Bedarf im Augenblick gut decken“, sagt Julian Strzoda.

6 neue im Team

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Von den 14 Förderern sind 6 neu im Team. Einige der SfS-Pioniere haben inzwischen ihr Abitur gemacht und sind ausgeschieden. Auch im Vorstand gab es eine Veränderung. Lehrerin Doris Hölzel, die SfS mit auf den Weg gebracht hatte, kümmert sich inzwischen um ein anderes Projekt. Zur Führungsriege gehören jetzt die Lehrer Maren Wendel, Markus Scharrer und Björn-Sören Schlemmer.

Die Förderer sind in einem Seminar auf ihre Aufgaben vorbereitet worden. Darin ging es um Fachkenntnis und um Didaktik. Unter anderem haben die Förderer in Rollenspielen gelernt, wie sie sich in bestimmten Unterrichtssituationen – zum Beispiel wenn ein Schüler stört – angemessen verhalten können.

Sabrina Pargmann gehört von Beginn an zu den Förderern. Die 18-Jährige berichtet, dass gerade die Fünft- und Sechstklässler mit großer Motivation bei der Sache sind. Sie freut sich darüber, dass sie durch den Nachhilfe-Unterricht wichtige Erfahrungen für sich selbst macht. Und das sieht auch Lars-Erik Meyer so: „Das gibt mir auch persönlich eine ganze Menge.“

Das SfS-Team freut sich darüber, dass sich viele Schüler durch den Nachhilfe-Unterricht verbessert haben, auch wenn sich das nicht bei allen sofort in Noten niederschlägt. Markus Scharrer ist davon überzeugt, dass viele der Geförderten Selbstvertrauen bekommen, dass sie Schritt für Schritt in die Lage versetzt werden, sich wieder mehr am Unterricht zu beteiligen. Eine Bestätigung ihrer Arbeit ist für die Förderer die positive Rückmeldung der Eltern, von denen einige anfangs auch skeptisch gewesen seien.

Taschengeld aufbessern

Und natürlich freuen sich die Förderer darüber, dass sie ihr Taschengeld ein wenig aufbessern können. Zehn Euro gibt’s für eine Unterrichtsstunde. Die Schüler zahlen zwei Euro pro Stunde. In der Regel findet der Nachhilfe-Unterricht in Fünfer-Gruppen am Nachmittag statt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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